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Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Genitalien ♂
Genitalien ♀
Erstbeschreibung
Habitat
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenSynonymeLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Geschlecht nicht bestimmt

2.4. Genitalien

2.4.1. Männchen

2.4.2. Weibchen

2.5. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Trifolium pratense (Rot-Klee, Roter Wiesen-Klee)
  • [Fabaceae:] Trifolium sp. (Klee)
  • [Fabaceae:] Medicago sativa (Saat-Luzerne)
  • [Fabaceae:] Onobrychis viciifolia (Saat-Esparsette)
  • [Fabaceae:] Lotus sp. (Hornklee)

Auch hier hilft uns Stainton (1873: 365-367) die Raupe zu finden: "In Gegenden, in denen diese Art vorkommt, kann man zeitig im Juni bei Besichtigung der Blätter von Klee und auderen niederen Gewächsen solche bemerken, die zu einer Art Röhre vereinigt sind. Eine solche Röhre erstreckt sich zuweilen über zwei bis drei Blätter. Oeffnet man die Röhre und findet darin eine lebbafte, schwärzliche Raupe, deren schwarze Punkte in weissen Ringen stehen, und deren drittes Segment sammetartig schwarz ist, so darf man kein Bedenken tragen, in ihr die Raupe des Ypsolophus limosellus anzuerkennen." Und zur Lebensweise dieser Raupe wird mitgeteilt: "Die Raupe lebt an Kleearten und Lotus, indem sie mehrere Blätter so zusammenzieht, dass eine röhrenförmige Wohnung von Zolllänge oder länger dazwischen gebildet wird. In der Jugend frisst sie nur die Innenseite der zusammengesponnenen Blätter ; in höherem Alter verzehrt sie aber die Blätter in ihrer ganzen Dicke. Schläger, der die Art entdeckt hat, sagt, sie nähre sich von verschiedenen niederen Pflanzen : Fragaria vesca und collina, mehreren Arten von Trifolium und Scabiosa arvensis. Die Raupen, die er mir 1864 schickte, frassen Trifolium medium, und als ich ihnen später Trifolium pratense gab, nahmen sie dieses bereitwillig an, so dass ich selbst keine Erfahrung über Fragaria und Scabiosa als Futterpflanzen habe machen können. Die Zeit ihres Vorkommens ist zu Ende Mai und Anfang Juni. Die Raupe wächst sehr schnell zu ihrer völligen Grösse heran, worauf sie zwischen Blättern ein leichtes Puppengespinnst verfertigt, aus welchem im Juli der Schmetterling kriecht." Hier ist vorsichtige Skepsis gegenüber Potentilla Fragaria und Knautia arvensis herauszuhören.

Schon verher hatte Rößler ([1867]:407) beobachtetete in Südhessen: "Ypsolophus deflectivellus HS.: "Raupe in zusammengesponnenen Blättern des Trifolium pratense bei Ginheim." Später - Rössler (1882: 287) - formuliert er: "Limosellus Schl. (Deflectivellus.) [...] Raupe in zusammengesponnenen Blättern von Trifolium pratense, Fragaria, Scabiosa, etc." Die Zusätze sind nahezu sicher aus der Literatur entnommen.

Aber hören wir Schläger (1849: 44) selbst, was er uns zur Raupe erzählte: "Die Raupe, welche ich leider nicht näherbeobachtete, da ich sie für eine gewöhnliche Phycideenraupe hielt, lebt in röhrenförmig zusammengezogenen Blättern von verschiedenen niedrigen Pflanzen. Ich fand sie an Fragaria vesca collina, mehreren Arten von Trifolium, und Scabiosa arvensis". Schläger hatte sich also keine Notizen gemacht, nur versucht, sich nachträglich zu erinnern; und natürlich hatte er dort "gewöhnliche Phycideenraupen" an den genannten Pflanzen gefunden - und D. limosellus war mit dabei, was er aber erst noch dem Falterschlupf bemerkte.

Disqué (1907: 73) formulierte aus der Pfalz: "R. 4. 5 und 7 an Papilionaceen. Ich finde sie meistens an Medicago sativa und Trifolium pratense." Pflanzen anderer Familien werden gleich gar nicht diskutiert. Schütze (1931: 125) kannte die Raupe nicht selbst und schleppte in der Folge alle alten Angaben weiter.

Bei Gregersen & Karsholt (2022: 157) ist zu lesen: "In NW Europe Trifolium (Benander op. cit.) ; Trifolium pratense and Medicago sativa are mentioned by Disqué (1907: 73); several additional herbs are given from C Europe, e.g. Fragaria vesca, and Scabiosa (Rössler 1882: 287)." Die Pflanzen, bei denen Stainton schon sehr kritisch war und die Disqué ganz verwarf, werden also immer noch irgendwie weitergeschleppt. Falsch sind sie trotzdem.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur