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2.1. Andere Kombinationen
- Idmaeus doubledayi Hopffer, 1862 [Originalkombination]
- Teracolus doubledayi (Hopffer, 1862)
2.2. Synonyme
- Idmaeus hewitsoni Kirby, 1871
- Teracolus hewitsoni (Kirby, 1871)
2.3. Taxonomie und Faunistik
Hopffer (1862: 362-363) stellte fest: "Boisduval zieht in Delegorgue Voy. d. l'Afr. austr. II. p. 588 die in Doubleday-Westwood Diurnal Lepidoptera pl. 7. fig. 5 abgebildete und Chrysonome Klug in der Unterschrift benannte Art als Weibchen zu Vesta Reiche, wohin sie sicher nicht gehört. Sie macht vielmehr bestimmt eine eigene Species aus, welche von Vesta in folgenden Punkten abweicht: 1) durch die bedeutende Einschränkung des weißen Anflugs der Oberflügel, welcher nur einen kleinen Theil der Basis einnimmt und sehr schwach angedeutet ist; 2) durch den gänzlichen Mangel dieser weißen Färbung auf den Unterflügeln, wo dieselbe, bei Vesta, jederzeit den Raum von der Basis bis zur inneren Strieme der breiten schwarzen Randeinfassung einnimmt; 3) durch den Mangel dieser eben erwähnten, breiten, die ganze äußere Flügelhälfte einnehmenden, schwarzen Randbinde, welche dicht am Außenrande durch eine Reihe gelber Punkte, mehr nach innen durch die breite helle Fleckenbinde durchzogen wird. Statt dessen sieht man auf der Doubledayschen Figur nichts als eine schmale, am Außenrande von gelben Punkten unterbrochene, schwarze Einfassungsstrieme; 4) durch die sehr auffallend und breit schwarz überzogenen Adern, welche diese Eigenschaft in ihrem ganzen Verlaufe, von der Basis bis zu den Rändern zeigen, während bei Vesta die Basalhälfte aller Flügel keine Spur davon aufzuweisen hat. — Die Unterseite, welche bei den Bildern des vortrefflichen Doubleday-Westwoodschen Werkes leider immer vermißt wird, wird sicher noch anderweitige Unterscheidungsmerkmale darbieten. Daß das Doubledaysche Bild zu Chrysonome Klug weder als Männchen noch als Weibchen gehören könne, wozu es Doubleday in der Unterschrift (im Text ist es nicht erwähnt) ziehen will, zeigt augenblicklich die Vergleichung dieser Figur mit den Abbildungen beider Geschlechter in Klugs Symbolae und die ebenda gegebene Beschreibung hebt sicher jeden Zweifel." Und Hopffer zieht daraus Konsequenzen; er benennt die auf dem Papier erkannte neue Art nach ihrem Maler: "Ich möchte daher in Anerkennung der großen Verdienste des leider der Wissenschaft zu früh entrissenen Begründers des angeführten großartigen Werkes für diese neue Art der Gattung Idmais den Namen Doubledayi vorschlagen."
Nazari et al. (2011) führen die Art innerhalb der Gattung Colotis in ihrer Gruppe VIII, zusammen mit C. ungemachi, C. chrysonome, C. vesta und C. aurigineus.
(Autor: Erwin Rennwald)
2.4. Literatur
- Erstbeschreibung: Hopffer, C. (1862): Lepidoptera. Schmetterlinge. - S. 349-438. In: Peters, W.C.H. (1862): Naturwissenschaftliche Reise nach Mossambique auf Befehl seiner Majestät des Königs Friedrich Wilhelm II in den Jahren 1842 bis 1848 ausgeführt. Zoologie. V. Insecten und Myriapoden. Bearbeitet in Verbindung mit Klug, Loew, Schaum, Hagen, Gerstaecker, Hopffer - mit fünf und dreissig Kupfertafeln. - 564 S., Taf. I-XXXIV; Berlin. [Digitalisat auf archive.org]
- Nazari, V., Larsen, T.B., Lees, D.C., Brattström, O., Bouyer, T., Poel, G. van de & P.D.N. Hebert (2011): Phylogenetic systematics of Colotis and associated genera (Lepidoptera: Pieridae): evolutionary and taxonomic implications. - Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research, 49 (3): 204–215. doi: 10.1111/j.1439-0469.2011.00620.x. [zum PDF-Download auf researchgate.net]





