

+1Kontinente:SA2. Diagnose
2.1. Männchen
2.2. Weibchen
2.3. Erstbeschreibung
3. Weitere Informationen
3.1. Synonyme
- Cogia helenus Mabille, 1898 [Synonym nach funet.fi]
- Cogia guandu Mielke, 1978 [Synonym nach funet.fi]
3.2. Faunistik
Nach [Butterflies of America] kommt die Art in Brasilien vor.
Locus typicus gemäß Erstbeschreibung: Santarem [Santarém: Brasilien im Bundesstaat Pará]. Auf BOA wird Brasilien, Bahia als Locus typicus angegeben!?
(Autor: Michel Kettner)
3.3. Typenmaterial
Plötz beschrieb nach einem Exemplar aus Santarem in der Sammlung des Zoologisches Museum der Humboldt-Universität zu Berlin „Punctilia Hpf. Mus. Berol. n. 5060.“ In der Berliner Sammlung findet sich unter diesem Namen ein einzelnes Männchen einsortiert, welches als Type etikettiert ist, von O. Mielke genitalisiert und von diesem als Holotype erkannt wurde, siehe Mielke (2005): “Cogia punctilia Plötz, 1882 (Hopffer in litt.). Berl. ent. Ztschr. 26: 259; n° 5.060, Santarém, [Pará, Brazil] [Bahia (Brazil) - on the label of the type]”.
Mielke ist aufgefallen, dass der Fundort des Belegexemplares nicht Santarem ist, sondern laut Etikett Bahia. Eine weitere Abweichung wurde allerdings von ihm übersehen, die Nummer, welche Plötz für seine Type angab, ist 5060 (wie auch Mielke anführt), das Belegexemplar trägt aber auf dem gedruckten Etikett die Nummer 5059. Plötz vergab die Nummern an Einzelexemplare, dadurch sind diese als Holotypen eindeutig identifizierbar. Der Beleg in Berlin hat ferner ein handgeschriebenes Etikett mit folgendem Text: „punctilia (Hpffr) Pl. 5060 [## unleserlich] type“, womöglich eine Zuordnung dieses Falters zur von Plötz beschriebenen Art.
Damit gibt es zwei Erklärungsmöglichkeiten. Plötz hat sich bei der Beschreibung nicht nur mit der Herkunft geirrt, sondern auch eine falsche Nummer publiziert. Oder aber der von Mielke als Holotypus erkannte Falter ist nicht die Type.
Die unveröffentlichte Illustration der Type von Plötz ist verschollen, laut Evans (1953) gibt es aber eine “copy of Plötz's unpublished fig in B.M.” Damit wäre ein Vergleich der fraglichen Type mit dem Exemplar möglich, welche Plötz zur Beschreibung vorlag. Vielleicht findet sich ein Beleg des Exemplares 5059 auch noch in der Berliner Sammlung. Wir sehen aber bis zur Klärung das von Mielke als Holotype ernannte Exemplar als fragliche Type an und verweisen ferner auf die Exemplare, welche Evans als punctilia in der Sammlung des BMNH identifizierte und die sich von dem Berliner Exemplar unterscheiden.
(Autor: Ernst Brockmann)
3.4. Literatur
- Erstbeschreibung: Plötz, C. (1882): Einige Hesperiinen-Gattungen und deren Arten. — Berliner Entomologische Zeitschrift 26 (2): 253-266. — Digitalisat auf biodiversitylibrary.org: [259]
























