Vorkommen
Länder:+2Kontinente:EU
Falter
Raupe
Puppe
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Fraßspuren und Befallsbild
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Puppe

4. Diagnose

4.1. Geschlecht nicht bestimmt

4.2. Erstbeschreibung

5. Biologie

5.1. Fraßspuren und Befallsbild

5.2. Habitat

5.3. Nahrung der Raupe

  • [Melanthiaceae:] Veratrum album (Weißer Germer)
  • [Asteraceae:] Cirsium spinosissimum (Alpen-Kratzdistel)
  • [Ericaceae:] Vaccinium myrtillus (Heidelbeere)
  • [Ericaceae:] Vaccinium uliginosum (Moorbeere)
  • [Brassicaceae:] Cardamine bulbifera [= Dentaria bulbifera (Zwiebeltragende Zahnwurz)
  • [Apiaceae:] Sanicula europaea (Wald-Sanikel)
  • [Ranunculaceae:] Hepatica nobilis [= Hepatica triloba, Anemone hepatica] (Gewöhnliches Leberblümchen, Dreilappiges Leberblümchen)
  • [Ranunculaceae:] Pulsatilla vulgaris ?? (Gewöhnliche Küchenschelle, Gewöhnliche Kuhschelle, Gewöhnliche Kühchenschelle ??)
  • [Juncaceae:] Luzula luzuloides ? [= Luzula albida ?] (Weiße Hainsimse, Weißliche Hainsimse ?)

Bei Kennel (1908-1921: 184) ist zu lesen: "Die Raupe lebt im Mai und Juni an Veratrum album, Anemone hepatica, Dentaria bulbifera, Luzula albida, Sanicula, Vaccinium myrtillus und uliginosum." Auch wenn im Einzelnen Fragen offen bleiben wird doch klar, dass die Raupe hochgradig polyphag sein muss. Razowski (2001: 55) wiederholt diese Liste, nur dass aus "Anemone hepatica" bei ihm "Anemone pulsatilla" wird, was vom Lebensraum her wenig überzeugt.

Die Raupe scheint in den letzten hundert Jahren also kaum mehr gefunden worden zu sein - und falls doch - wurden keine Nahrungspflanzen mehr notiert.

Die oben gezeigten Raupen fraßen an Blättern von Veratrum album bzw. im Blütenstand von Cirsium spinosissimum.

(Autor: Erwin Rennwald)

6. Weitere Informationen

6.1. Andere Kombinationen

6.2. Synonyme

6.3. Faunistik

Nach Gaedike & Heinicke (1999) in Deutschland nur mit Angaben von vor 1980 aus Bayern bekannt. Dort wurde die Art von Pröse et al. (2003)[2004] mit "R - extrem selten oder Art mit geographischer Restriktion" für die Region "Alpenvorland und Alpen" in die Rote Liste aufgenommen.

6.4. Literatur

  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Erstbeschreibung: Hübner, J. [1796-1834]: Sammlung europäischer Schmetterlinge 7: pl. 1-53.
  • Kennel, J. (1908-1921): Die Palaearktischen Tortriciden. Eine monographische Darstellung mit 24 Tafeln im Farbendruck, einer Stammtafel und mehreren Abbildungen im Text. — Zoologica, 21 (54): 1-546, 729-742, Stammtafel, Taf. I-XXIV. Stuttgart.
  • Pröse, H., Segerer, S. & H. Kolbeck (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Kleinschmetterlinge (Lepidoptera: Microlepidoptera) Bayerns. — S. 234-268. In: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Tiere Bayerns. — Schriftenreihe Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Heft 166. 384 S., Augsburg. [Hinweis: Im Heft steht als Erscheinungsjahr "2003" - tatsächlich wurde es aber erst am 2. April 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt] [PDF auf lfu.bayern.de].
  • Razowski, J. (2001): Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung - Verbreitung - Flugstandort - Lebensweise der Raupen. — 319 S.; Bratislava.