Vorkommen
Länder:+14Kontinente:EU
Falter
Männchen
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

[Hinweis: Drei bis 10. Januar 2016 hier gezeigte Bilder von Zypern und Sizilien wurden entfernt, da es sich bei ihnen doch eher um C. consimilana handelt; Diskussion siehe [Forum], [Forum] und [Forum]

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Genitalien

2.2.1. Männchen

2.3. Erstbeschreibung

Darin indizierte Abbildung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Rosaceae:] Fragaria ?? (Erdbeere ??)

Strenggenommen noch unbekannt! Zlatkov & Huemer (2019: 59) schreiben: "The larval host plant is stated as Fragaria (Razowski 2002) but due to repeated misidentifications this record as well as published habitats need verification." Das gilt dann natürlich auch für die Nennung der selben Pflanze bei Razowski (2001: 56).

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Taxonomie

Zlatkov & Huemer (2019) überarbeiten die bisherigen Artkonzepte von Clepsis neglectana und Clepsis consimilana und kommen dabei u.a. zum Schluss, dass einige synonymisierte Arten wieder aus der Synonymie herausgehoben werden müssen, so - bei Clepsis neglectana - Clepsis striolana (Ragonot, 1879), stat. rev., Clepsis trivia (Meyrick, 1913), stat. rev., Clepsis acclivana (Zerny, 1933), stat. rev., Clepsis severana (Kennel, 1901), stat. rev., Clepsis semiana (Chrétien, 1915), stat. rev. und - bei Clepsis consimilana - Clepsis eatoniana (Ragonot, 1881), stat. rev. [Synonym: Clepsis razowskii Gastón, Vives & Revilla, 2017: 691 (Spain) syn. nov.]. Mit Ausnahme von Clepsis acclivana (Nord-Libanon), Clepsis severana (Algerien) und Clepsis semiana (Tunesien kommen alle diese Arten (auch) in Europa vor - und Vorkommen jener drei Arten sind hier auch keineswegs ganz auszuschließen.

4.3. Faunistik

Die Art wurde aus Deutschland beschrieben: locus typicus ist Dresden. Zlatkov & Huemer (2019) führen 2 weitere Exemplare von Disqué ohne nähere Angaben aus Deutschland bzw. Süddeutschland an - sie dürften am ehesten aus der Pfalz stammen. Ihre wenigen weiteren untersuchten Exemplare stammen aus Polen und vor allem Finnland (die beiden Meldungen aus Deutschland fehlen in ihrer Karte, dort ist aber dafür ein im Text fehlender Punkt in Kroatien zu finden). Der von uns gezeigte Diagnosefalter aus der Ukraine (Krim) wurde von den Autoren nicht untersucht - da ihre Karte im großen Umkreis gar keine Art der Gruppe zeigte, bestand hier zunächst Klärungsbedarf. Boyan Zlatkov bestätigte aber auf Anfrage (E-Mail 22. November 2019 an E. Rennwald): "C. neglectana, no doubt."

C. neglecta war bisher auch aus der Schweiz und Österreich angeführt, von wo sich alle von Zlatkov & Huemer (2019) untersuchten Exemplare [Österreich (Nord-Tirol, Stanzach, Blockau, 920 m), Nord-Italien (Südtirol, Prad, Praderfeld, alt. 900 m und Provinz Turin, Val Chisone, Fenestrelle, alt. 1150 m)] als zu Clepsis striolana gehörig erwiesen - dass C. neglectana in diesen beiden Ländern nicht vorkommt, ist damit aber noch nicht gesagt.

Zu überprüfen sind auch die weiteren bei Gaedike et al. (2017: 58) aufgeführten Nachweise aus Deutschland: Saarland (nach 2000!), Nordrhein-Westfalen, Bayern, Brandenburg und Thüringen (jeweils älter). Auch aus Sachsen können sie keine neueren Funde anführen.

Rommel (2005) [thueringer-entomologenverband.de] machte darauf aufmerksam, dass die Angabe zu Thüringen in den Checklisten von Gaedike & Heinicke (1999) und Buchsbaum (2000) unzutreffend sind. Sie beruhen auf Angaben von Rapp (publiziert unter Petry 1936). Bei der Überprüfung seiner Sammlung erwiesen sich die hierher gestellten 3 Tiere als Clepsis consimilana [versehentlich als "Clepsis sociana" bezeichnet] (2 x) bzw. Cochylis hybridella (1 x). Ob Gaedike et al. (2017) noch eine andere Meldung aus Thüringen kannten, oder ob sie diese Notiz zur Streichung einfach übersahen, ist vorerst unklar.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir folgen den detaillierten Datierungs-Angaben von Heppner (1982).

4.5. Literatur

  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Gaedike, R., Nuss, M., Steiner, A. & R. Trusch (2017): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Lepidoptera). 2. überarbeitete Auflage. — Entomologische Nachrichten und Berichte (Dresden), Beiheft 21: 1-362.
  • Heppner, J. B. (1982): Dates of selected Lepidoptera literature for the western hemisphere fauna. — Journal of the Lepidopterologists' Society 36 (2): 87-111.
  • Erstbeschreibung: Herrich-Schäffer, G. A. W. (1847-1855) ["1849"]: Systematische Bearbeitung der Schmetterlinge von Europa, zugleich als Text, Revision und Supplement zu Jakob Hübner's Sammlung europäischer Schmetterlinge. Vierter Band. Die Zünsler und Wickler: 1-288, Index 1-48, pls. 1-23 (Pyralidides), pl. 1-59 (Tortricides). Regensburg (G. J. Manz).
  • Razowski, J. (2001): Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung - Verbreitung - Flugstandort - Lebensweise der Raupen. — 319 S.; Bratislava.
  • Razowski, J. (2002): Tortricidae of Europe. Vol. 1. Tortricinae and Chlidanothinae. - Slamka, Bratislava, 247 pp. [Sekundärzitat]
  • Zlatkov, B. & P. Huemer (2019): Remarkable confusion in some Western Palearctic Clepsis leads to a revised taxonomic concept (Lepidoptera, Tortricidae). — ZooKeys 885: 51–87. doi: 10.3897/zookeys.885.38655. [zum open-access-download auf zookeys.pensoft.net]