Vorkommen
Länder:+8Kontinente:EU
Falter
Kopula
Eiablage
Männchen
Weibchen
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Prädatoren
Inhalt

1. Falter

2. Kopula

3. Eiablage

4. Diagnose

Was spricht für Cauchas rufimitrella?

- Flugzeit ab Ende April (bei Nemophora metallica beginnt die Flugzeit einen Monat später).

- Blütenbesuch, bevorzugt Kreuzblütler (Nemophora metallica bevorzugt Skabiose; Adela reaumurella schwärmt eher um frisch ausgetriebenes Laub von Büschen und niederen Bäumen).

- eher kleine Art (Spannweite um 11 mm; Nemophora metallica um 16 mm; Adela reaumurella um 14-15 mm).

- Flügelglanz bronzefarben bis leicht grünlich (Nemophora metallica mehr kupferig oft mit hellen Schuppen überflogen; Adela reaumurella stark grün-glänzend).

- Fühler schwarz (bei N. metallica- und Adela reaumurella-Männchen viel länger, mindestens gegen die Spitze weißlich; bei den Weibchen der beiden Arten Fühlerspitzen deutlich weiß).

- Augen nach durchschnittlicher Schmetterlingsart beidseits des Kopfes (bei den Männchen von Nemophora metallica so stark vergrößert, dass die Augen sich am Scheitel fast berühren).

- Kopfbehaarung dunkel, höchstens wenige eingestreute gelbliche Haare (bei den Nemophora metallica-Weibchen kräftig orangegelb).

Ab Mitte Mai fliegen dann weitere Arten, mit welchen man Cauchas rufimitrella verwechseln könnte. Dann fliegt aber Cauchas rufimitrella im Flachland meistens nicht mehr.

Einschränkend noch Folgendes: Es gibt auch noch die Art Cauchas rufifrontella. Diese Art hat jedoch einen hell orange-rot behaarten Kopf und deutlich kürzere Fühler. Sie kann mit Cauchas rufimitrella vergesellschaftet sein. Aus der Schweiz liegen bis heute keine Funde von Cauchas rufifrontella vor.

Etwas salopp ausgedrückt: kleine, dunkle Adeliden zur Zeit der Blüte von Wiesenschaumkraut, Knoblauchshederich und Arabis und in der Umgebung dieser Blüten fliegend, da ist die Wahrscheinlichkeit, dass es etwas anderes als Cauchas rufimitrella sein könnte, äusserst gering.

Text von Rudolf Bryner [Forum]

4.1. Männchen

4.2. Weibchen

4.3. Genitalien

4.3.1. Männchen

4.4. Erstbeschreibung

5. Biologie

5.1. Habitat

5.2. Raupennahrungspflanzen

5.3. Nahrung der Raupe

  • [Brassicaceae:] Cardamine pratensis (Wiesen-Schaumkraut)
  • [Brassicaceae:] Alliaria petiolata [= Sisymbrium alliaria] (Knoblauchsrauke)
  • [Brassicaceae:] Lunaria rediviva (Wildes Silberblatt, Wilde Mondviole)

Schon Schütze (1931) wusste zu berichten: "In den Fruchthülsen und Samen von Cardamine pratensis, Sisymbr. alliaria und Lunaria rediviva, später in einem filzigen Sack am Boden (Sorhagen). Überwinterung in einem länglich dunkelgrauen Sack unter den Blättern der Futterpflanze (Rössler)." Die Nutzung von Lunaria rediviva wird durch Schmid (2019: 56) aus den Alpen bestätigt, der aber schreibt, dass das Wiesen-Schaumkraut die meistgenutzte Eiablagepflanze ist.

Die Beobachtungen von Tina Schulz lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass auch die Gartenkresse (Lepidium sativum) als Eiablage- und Raupennahrungspflanze genutzt wird - bewiesen ist das noch nicht. Mit weiteren Eiablagepflanzen innerhalb der Familie Brassicaeceae ist aber zwingend zu rechnen, etwa Cardamine impatiens und Cardamine flexuosa.

(Autor: Erwin Rennwald)

5.4. Prädatoren

6. Weitere Informationen

6.1. Andere Kombinationen

6.2. Synonyme

6.3. Literatur

  • Schmid, J. (2019): Kleinschmetterlinge der Alpen : Verbreitung : Lebensraum : Biologie. - 800 S.; Bern (Haupt-Verlag).
  • [SCHÜTZE (1931): 95]
  • Erstbeschreibung: Scopoli, J. A. (1763): Entomologia Carniolica exhibens insecta Carnioliae indigena et distributa in ordines, genera, species, varietates. Methodo Linnaeana. 1-421. Vindobonae (Trattner).
  • Stainton, H. T. (1873): The natural history of the Tineina 13: I-VIII, 1-377, pl. I-VIII. London (John van Voorst) – Paris (Deyrolle) – Berlin (E. S. Mittler und Sohn). — Digitalisat auf archive.org: [172-181], [pl. IV fig. 2].

6.4. Informationen auf anderen Websites (externe Links)