Vorkommen
Länder:Kontinente:EU
Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

4. Puppe

5. Diagnose

5.1. Männchen

5.2. Weibchen

6. Biologie

6.1. Habitat

6.2. Raupennahrungspflanzen

6.3. Nahrung der Raupe

  • [Caryophyllaceae:] Moehringia muscosa (Moos-Nabelmiere)
  • [Caryophyllaceae:] Moehringia bavarica [= Moehringia malyi] (Steirische Nabelmiere, Etschtaler Nabelmiere, Fleischige Nabelmiere)

Klimesch (1954) schreibt: Die Raupe der moehringiae lebt im April—Mai in Nadelwäldern an Moehringia muscosa. Zuerst ist sie gelblich mit schwarzbrauner Kopfkapsel und miniert beiderseitige, glashelle, streifenartige Gangminen, in denen der Kot abgelagert wird. Später lebt sie in zusammengesponnenen Wipfeltrieben und röhrenförmig zusammengezogenen Blättchen; sie ist dann einfarbig grasgrün mit schwarzbrauner Kopfkapsel. An xerothermen Stellen der Peggauer Wand (Steiermark) fand ich die Raupe im April 1949 an Moehringia Malyi, zuerst die oben geschilderten Minen erzeugend, dann die Blättchen zusammenspinnend."

7. Weitere Informationen

7.1. Andere Kombinationen

7.2. Faunistik

Nach Gaedike & Heinicke (1999) in Deutschland nur aus Bayern bekannt (auch aktuell, d.h., nach 1980). Dort wurde die Art von Pröse et al. (2003)[2004] mit "R - extrem selten oder Art mit geographischer Restriktion" für die Region "Alpenvorland und Alpen" in die Rote Liste aufgenommen.

7.3. Typenmaterial

Klimesch (1954) teilt mit: "Der Beschreibung liegen zugrunde 22 ♂♂ und 35 ♀♀, die sich auf folgende Fundorte verteilen: Oberösterreich, Aschachtal, Zöhrerleiten, Gr. Mühltal zwischen Neufelden und Partenstein (leg. Klimesch), Trattenbach i. Ennstal (als vicinella bestimmt, Mitterberger), Steiermark, Peggauer Wand ex l. Moehringia Malyi (Klimesch), Tirol, Ötztal, Umhausen, ex l. Moehringia muscosa (Burmann). Mit der Aufzählung dieser Fundorte erschöpft sich auch die bisher bekannte Verbreitung der neuen Art. Typen und Paratypen befinden sich in meiner Sammlung, Paratypen außerdem noch in den Sammlungen des British Museum, des Museum National in Paris, des Zoolog. Museums der Humboldt-Universität in Berlin sowie des Naturhistorischen Museums in Wien."

Huemer (1988) legt ein Männchen dieser Serie als Lectotypus fest, und zwar dasjenige, das auch J. Klimesch in seiner Sammlung als "Holotypus" gekennzeichnet hatte; es trägt die Daten "Oberösterreich ('Austria sup.'), Aschachtal, Zöhrerleiten. e.l. 19.vi.1941 (larva l. v. von Moehringia mucosa) (Klimesch) (genitalia slide no. 418, coll Klimesch, Linz; BMNH).

(Autor: Erwin Rennwald)

7.4. Literatur

  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Lectotypus-Festlegung: Huemer, P. (1988): A taxonomic revision of Caryocolum (Lepidoptera, Gelechiidae). — Bulletin of the British Museum (Natural History). Entomology series 57: 439-571. [Digitalisat auf archive.org]
  • Erstbeschreibung: Klimesch, J. (1954): Die an Caryophyllaceen lebenden europäischen Gnorimoschema Busck (= Phthorimaea Meyr.)-Arten. Ein Beitrag zur Kenntnis der Genitalmorphologie der Gelechiiden (Lep.). II. Teil: Die leucomelanellum-Gruppe (Rest) und die huebneri-Gruppe. — Zeitschrift der Wiener entomologischen Gesellschaft 39: (8) 273-288 [PDF auf zobodat.at], (9) 335-341 [hier: 338-341] [PDF auf zobodat.at], (10) 357-362 [PDF auf zobodat.at].
  • Pröse, H., Segerer, S. & H. Kolbeck (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Kleinschmetterlinge (Lepidoptera: Microlepidoptera) Bayerns. — S. 234-268. In: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Tiere Bayerns. — Schriftenreihe Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Heft 166. 384 S., Augsburg. [Hinweis: Im Heft steht als Erscheinungsjahr "2003" - tatsächlich wurde es aber erst am 2. April 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt]. [PDF auf lfu.bayern.de]