In Europa bisher nur einmal als Zuwanderer auf Malta beobachtet
VorkommenLinks (0)
Länder:+44Kontinente:EUASAF
Falter
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Capparaceae:] Capparis spinosa (Echter Kapernstrauch, Dorniger Kapernstrauch)
  • [Capparaceae:] Capparis oleoides
  • [Capparaceae:] Capparis sepiaria
  • [Capparaceae:] Capparis aphylla
  • [Capparaceae:] Capparis heyneana
  • [Capparaceae:] Capparis galeata
  • [Capparaceae:] Maerua crassifolia
  • [Capparaceae:] Maerua arenaria

Raupennahrung sind diverse Kaperngewächse (Capparaceae) in Halbwüsten und auf Kulturland der entsprechenden Regionen. Die obige Zusammenstellung wurde Leraut (2016) entnommen und ist sicher nicht vollständig.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Unterarten

4.4. Taxonomie

Anders als Leraut (2016) folgen wir der Deutung von Anaphaeis als Untergattung von Belenois und nicht als eigenständige Gattung.

4.5. Faunistik

Larsen (1986) zeichnet in seinem Aufsatz "Tropical butterflies of the Mediterranean" ein umfassendes Bild über die starke Wanderaktivität dieses schon in Nordafrika und im Nahen Osten nur sehr unbeständig auftretenden Falters im palaeotropischen Raum und erwähnt ganz am Schluss auch einen Falternachweis auf Malta: "The distribution of this powerful migrant covers most of dry Africa and the Indian sub-continent. It is best classified as Palaeotropical, though it is possibly of Afrotropical origin. Migration is probably a necessary part of its survival kit, since it occurs in numbers in places where it cannot survive all year (for two major migration events, see Larsen, 1977, 1982). In the Mediterranean it has been recorded from Egypt, Sinai, Israel and Lebanon. The occurrence, however, is most irregular. It does not appear to have been seen in Lebanon since 1937, nor in Israel and the Sinai since 1969. That year it occurred in masses on Capparis. I found it very common in Cairo in late 1970, but did not see it in successive years. There is also a single record from Malta."

Details zu diesem Fund auf Malta sind mir nicht bekannt - neuere Nachweise scheint es auch nicht zu geben. Immerhin ist bei diesem sehr starken Wanderer anzunehmen, dass der Nachweis auf Malta nicht zwangsläufig auf passive Verschleppung sondern mindestens genauso wahrscheinlich auf aktive Zuwanderung unter entsprechenden Windbedingungen zurückzuführen ist. Da die Art in Afrika nördlich der Sahara ganz fehlt, hat Leraut (2016) sicher Recht wenn er schreibt: "Exceptional in Europe". Das Tier mit englischem Namen "Malta's White" zu nennen, wie es Leraut (2016) getan hat, scheint mir auf dieser Basis aber doch etwas zu verwegen zu sein.

Die Art wird in der "updated checklist of the European Butterflies" von Wiemers et al. (2018) nicht erwähnt - vermutlich weil sie (bisher) kein fester Faunenbestandteil Europas ist.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.6. Literatur

4.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)