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Falter
Befalls-Bild, Fraß-Spur
Männchen
Weibchen
Genitalien ♂
Genitalien ♀
Erstbeschreibung
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieFalterNahrung der RaupeWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenSynonymeTaxonomie und FaunistikLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Befalls-Bild, Fraß-Spur

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.3.2. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Falter

Es wurde immer wieder betont, dass die Falter fast nicht zum Licht fliegen, mit dem klassischen Lichtfang also nicht erfasst werden. Der Nachweis erfolgt daher über Pheromone - oder über die Raupen.

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Rosaceae:] Malus domestica (Kultur-Apfel)
  • [Rosaceae:] Prunus domestica (Zwetschge)
  • [Rosaceae:] Prunus avium (Süß-Kirsche)
  • [Rosaceae:] Pyrus sp ?? (Birne ??)

Kennel (1921: 650) schrieb zu "Laspeyresia prunivorana Rag.": "Die Raupe lebt in Früchten von Prunusarten, auch Birnen." Sicher nicht hierher, sondern zu einer ganz anderen Art gehören Kennels Angaben auf Seite 693 zu "Pammene lobarzewskii Nowicki": "Die Raupe ist weißlich, der Kopf hellbraun, Nacken- und Analschild sind nicht ausgezeichnet; sie lebt vom Juli an bis Frühjahr in Gallen von Cynips quercus."

Sauter & Wildbolz (1989: 12) stellten fest: „Diese Fänge bestätigen, dass janthinana sich auf Crataegus entwickelt. Die Angaben in der Literatur, dass Apfel und Zwetschge Wirtspflanzen von janthinana sind, beziehen sich offensichtlich auf lobarzewskii.“ Und S. 14 ist zu erfahren: „Aus der zitierten Literatur sind Kätscherfänge und Raupenzuchten von G. lobarzewskii von Zwetschgen und Apfel bekannt. Ferner haben wir die Art vor Jahren aus Kirsche gezogen.“ Die Raupen leben ganz überwiegend in den Früchten der Kultur-Apfelbäume, wo sie ein charakteristisches Fraßbild hinterlassen (siehe Sauter & Wildbolz (1989: 10)).

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Nowicki (1860: 138): „Mirum hunc papiliunculum insignio nomine Doctissimi Hyacinthi de Łobarzewski, C. R. Acadamiae Leopolitanae Professoris, vegetationis Haliciae scrutatoris indefessi scriptoris que bene meriti.“

Deutsche Übersetzung: Dieses wunderbare Falterchen benenne ich nach dem Namen des allergelehrtesten Hiacynt Łobarzewski, des Professors der C. R. Academia Leopolitana, des wohlverdienten Untersuchers und unermüdlichen Verfassers der Galizischen Vegetation. — Gemeint ist der polnische Botaniker Jan Kanty Hiacynt Łobarzewski (1814-1862), über den die [polnische Wikipedia] berichtet.

(Autor: Jürgen Rodeland)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Taxonomie und Faunistik

Sauter & Wildbolz (1989: 14) beschäftigten sich intensiv mit der Art; dabei stellten sie fest: „Thomas (1974) hat die Art aus Hessen als neu für Deutschland gemeldet. (Die Art wird zwar schon bei Hannemann (1961) aufgeführt, offenbar lagen ihm aber keine deutschen Funde vor.) Er verwendet den Namen lobarzewskii und begründet das ausführlich: Er hat seine Genitalpräparate einerseits mit dem Typus von prunivorana verglichen, andererseits durch Kasy mit dem Typus von lobarzewskii vergleichen lassen: Offensichtlich handelt es sich um dieselbe Art.“ Die Art war zwar auch schon früher in Deutschland gefunden, jedoch als G. janthinana fehlgedeutet worden.

Hu et al. (2023) erhoben die bisherigen Untergattungen Aspila und Ephippiphora der Gattung Grapholita in den Status eigenständiger Gattungen, was zu vielen ungewohnten Neukombinationen führte.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.5. Literatur