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Falter
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Genitalien ♀
Erstbeschreibung
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenTaxonomieFaunistikPublikationsjahr der ErstbeschreibungLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

Im Folgejahr dazu erschienene Abbildung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Genista germanica ? (Deutscher Ginster ?)
  • [Fabaceae:] Genista pilosa ? (Behaarter Ginster ?)
  • [Fabaceae:] Medicago falcata ? (Sichel-Luzerne ?)
  • [Fabaceae:] Medicago sativa ?? (Saat-Luzerne ??)
  • [Fabaceae:] Astragalus sp. (?) (Tragant ?)

Joannis (1915: 313) macht keinen Hehl daraus, dass er Aristotelia prohaskaella nicht für eine gute Art hält, sondern allenfalls eine Form von A. subericinella. Die angeführten äußeren Merkmale reichen ihm einfach nicht aus, zumal sie sich auch mit der Nähe zum Atlantik oder Höhe über dem Meeresspiegel erklären lassen könnten. Aber er schlägt vor: "Une décision catégorique pourrait être fournie par les chenilles; malheureusement, en ce qui regarde prohaskaella, le Dr Rebel ne donne qu'un renseignement négatif : aucune bruyère, dit-il, n'existait loin autour du lieu de capture. Il était préoccupé, en disant cela, de la séparer davantage d 'ericinella, c'était assez superflu. Quant à subericinella, le Catalogue Staudinger de Ragonot porte manuscrite la mention suivante : Genista germanica. Je n'ai pu savoir d'où Ragonot avait eu ce renseignement et n'en ai pas d'autre sur ce point." Am Typenfundort von A. prohaskaella gibt es also kein Heidekraut - was wenig überrascht. Aber Ragonots persönliches Exemplar des Staudinger-Katalogs trägt unter A. subericinella den handschriftlichen Vermerk "Genista germanica" - der sicher als Hinweis auf eine Raupennahrungspflanze zu verstehen ist - nur ist nicht klar, ob das auf einer Vermutung oder einem tatsächlichen Raupenfund beruhte. Jedenfalls war so die erste Raupennahrungspflanze dieser Art "geboren" und der Weg zu einem weiteren Ginster und zu Luzerne als möglicher Fütterungspflanze nicht mehr weit. Wirklich abgesichert ist nichts davon.

Akın & Seven (2021) weckten mit ihrem Artikel "On the Distribution and Host-Plant of Aristotelia subericinella (Duponchel, 1843)" große Erwartungen bezüglich der Kenntnis des Raupennahrungsspektrums. Doch ihr Beitrag bleibt bescheiden: Sie meldeten den Fund einer einzelnen Puppe auf einem Astragalus-Polster in der Türkei - woraus sich ein Falter von A. subericinella entwickelte. Davon ausgehend, dass die Art an Fabaceen gebunden ist, und die meisten Gelechiiden-Raupen zur Verpuppung meist die Pflanze selbst wählen, hatten sie eine neue Raupennahrungspflanze zu melden - die leider nicht bis auf Artniveau bestimmt wurde: Astragalus sp. Die bisher genannten Raupennahrungspflanzen diskutierten sie gleich gar nicht, sondern akzeptierten sie einfach.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Taxonomie

Aristotelia prohaskaella Rebel, 1907 wurde bis April 2021 allgemein als Synonym zu A. subericinella betrachtet. Nel & Varenne (2021) fanden in den französischen Alpen ein Weibchen, das genitalmorphologisch deutlich von typischen A. subericinella abwich und äußerlich ganz zu A. prohaskaella passte. Sie folgerten daraus: "les genitalia de cette femelle et une étude comparative détaillée des mâles sombres correspondants nous permettent de réhabiliter le taxon : Aristotelia prohaskaella Rebel, 1907, bona species, stat. restaur." Wir folgen diesem Schritt mit großem Vorbehalt. Er führt leider dazu, dass auch die Verbreitung der beiden "bona species" gründlich überarbeitet werden müsste. Huemer & van Nieukerken (2021: 321) hatten erst kurz zuvor vermerkt: "However, the genus Aristotelia, and particularly the A. subericinella species group including A. billii, are in need of a taxonomic revision." Die Notwendigkeit einer solchen Revision hat sich durch die Reaktivierung von Aristotelia prohaskaella auf dürftiger Basis noch verschärft.

4.3. Faunistik

Haslberger & Segerer (2016) führen die Art - unter Bezug auf eine Angabe aus dem Ostbayerischen Grundgebirge - in ihrer “Liste der für Bayern zweifelhaften Arten” - dies scheint die einzige Angabe aus Deutschland zu sein.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Woodward (1922: 380) [Digitalisat auf biodiversitylibrary.org] teilt die Publikationsjahre des Bandes mit: 1-112 (mit ?) und pl. 51-56 1842, 113-480 (mit ?) und pl. 57-72 1843, 481-[555] (mit ?) und pl. 73-80 1844, pl. 81-90 1845.

(Autor: Jürgen Rodeland)

4.5. Literatur

  • Akın, K. & E. Seven (2021): On the Distribution and Host-Plant of Aristotelia subericinella (Duponchel, 1843) (Lepidoptera: Gelechiidae). — BEÜ Fen Bilimleri Dergisi 10 (1): 100-104. [Zum PDF auf researchgate.net]
  • Erstbeschreibung: Duponchel, P.-A.-J. (1842-[1845]): Histoire naturelle des lépidoptères ou papillons de France. Supplément aux tomes quatrième et suivants: 1-554, [555], pl. LI-XC. Paris (Méquignon-Marvis).
  • Haslberger, A. & A.H. Segerer (2016): Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). — Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 106 Supplement: 1-336.
  • Joannis, J. de (1915): Note sur Aristotelia prohaskaella Rebel et A. subericinella Dup. [Lep.]. - Bulletin de la Société entomologique de France, 20 (19): 310-313. [PDF auf persee.fr]
  • Nel, J. & T. Varenne (2021): Aristotelia prohaskaella Rebel, 1907, bona species, stat. restaur. (Lepidoptera, Gelechiidae). — Revue de l’Association Roussillonnaise d’Entomologie, 30 (2): 129-131.
  • Woodward, B. B. (1922): Catalogue of the Books, Manuscripts, Maps and Drawings in the British Museum (Natural History). Vol. VI. Supplement: A–I: i-iv, 1-511, 1-48. London.

4.6. Informationen auf anderen Websites (externe Links)