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Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Ausgewachsene Raupe

1.3. Jüngere Raupenstadien

1.4. Fraßspuren und Befallsbild

1.5. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Geschlecht nicht bestimmt

2.4. Genitalien

2.4.1. Männchen
2.4.2. Weibchen

2.5. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Ericaceae:] Rhododendron tomentosum [= Ledum palustre] (Sumpf-Porst)

Schon Schütze (1931) nennt Ledum palustre als einzige Nahrungspflanze und schreibt dazu: "In der mittelständigen Blütenknospe, überwintert erwachsen (Sorhagen). Meist bohrt sie sich zur Verpuppung in die Stängelspitze. Der Falter ist leicht aus im Frühjahr eingetragenen Ästchen mit vorjährigen Blüten zu erhalten (Schütze)."

Wegner (2001: 195) vermerkte: "Schletau Falter jeweils in Anzahl am Tag an Ledum palustre. Gleichzeitig mit den Faltern wurden bei Gartow zwei Raupen an Ledum palustre gefunden, die die Falter am 24.6. und am 1.7.2001 ergaben."

(Autor: Erwin Rennwald)

Die Raupe dieses Falters kann man in einer frostfreien Zeit noch mitten im Winter an Sumpf-Porst (Ledum palustre) finden. Sie entwickelt sich im Frühjahr rasch und die Puppe entlässt bald den Schmetterling. [Friedmar Graf]

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

In Deutschland nur spärlich in Nord- und vor allem Ost-Deutschland, also dort, wo die Raupennahrungspflanze Sumpfporst Rhododendron tomentosum [= Ledum palustre] ihren Schwerpunkt hat.

Der Sumpfporst ist in Österreich auf kleine Teile von Niederösterreich und Oberösterreich beschränkt. Trotzdem konnte auch der zugehörige Wickler gefunden werden. Stark (2012) schrieb dazu: "Argyroploce lediana: Ein Faunenbestandteil von Niederösterreich. Argyroploce lediana ist aus Oberösterreich, nicht aber aus den Mooren Niederösterreichs bekannt. Wie bereits in den 70er Jahren vermutet (KLIMESCH 1971) kommt die Art in den Mooren mit Ledum palustrae-Bestand aber vor. W. Stark gelang 2011 durch Zucht der verdächtigen Gespinste auf L. palustrae aus dem Rottalmoos der Nachweis durch ein einzelnes Individuum. Trotz des zahlreichen Vorkommens von Raupen im Spätherbst und auch dem Fund mehrerer Puppen im April und Mai waren weitere Zuchtversuche bisher nicht erfolgreich. Die Art kommt am genannten Standort aber mit Sicherheit in größerer Dichte vor." Die im Dezember 2012 veröffentlichte Meldung fand keinen Eingang mehr in die Liste von Huemer (2013) - die Art ist dort also nachzutragen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur

  • Erstbeschreibung: Linnaeus, C. (1758): Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus I. Editio decima, reformata. 1-824. Holmiae (Laurentius Salvius).
  • Lectotypus-Festlegung: Robinson, G. S. & E. Schmidt Nielsen (1983): The Microlepidoptera described by Linnaeus and Clerck. — Systematic Entomology 8: 191-242.
  • [SCHÜTZE (1931): 152]
  • Stark, W. (2012): Neue und bemerkenswerte Nachweise von Lepidopteren für Niederösterreich. New and remarkable records of Lepidoptera in Lower Austria. — Beiträge zur Entomofaunistik, 13: 120-121. [PDF auf zobodat.at]
  • Wegner, H. (2001): 134. (Lep. Tortricidae) - Neue und bemerkenswerte Tortricidae im Faunengebiet. 1. — Bombus, 3 (49-50): 194-197.