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+8Kontinente:EUAS1. Lebendfotos
1.1. Falter
2. Diagnose
2.1. Geschlecht nicht bestimmt
2.2. Erstbeschreibung
3. Biologie
3.1. Nahrung der Raupe
Strenggenommen noch unbekannt! Für A. buvati wurde vermutet, dass sie wahrscheinlich an einem Juniperus sp. lebt. van Nieukerken & Groenendijk (2026) kamen zum Schluß, dass sich das Vorkommen von "A. buvati" mit der Verbreitung von Juniperus thurifera deckt, das Vorkommen von Nordmazedonien über die Türkei bis in den Nord-Iran und Armenien mit Juniperus excelsa. Möglicherweise lebt die Art an/ in Beeren dieser Gehölze, mit denen sie dann als Weihnachtsschmuck verschleppt werden könnten.
(Autor: Erwin Rennwald)
4. Weitere Informationen
4.1. Etymologie (Namenserklärung)
A. buvati: Gibeaux (1992: 189) erklärte: « Espèce dédiée au professeur Roger Buvat. »
4.2. Andere Kombinationen
- Zelleria impura Staudinger, 1880 [Originalkombination]
4.3. Synonyme
- Argyresthia buvati Gibeaux, 1992 [synonymisiert durch van Nieukerken & Groenendijk (2026)]
4.4. Taxonomie und Faunistik
Friese (1963: 408) meldet den Erstnachweis für Europa (3 Exemplare aus Nordmazedonien) und stellt dabei fest: "Zur Beschreibung lagen Staudinger die von ihm selbst am 7.VI.1875 und später auf den Jenikeui-Hochebene bei Amasia im nordöstlichen Teil Kleinasiens gesammelten 10 Exemplare (7 ♂♂, 3 ♀♀) und 2 Exemplare aus Tasch in Nordpersien, 26. V., leg. Christoph, vor. In der STAUDINGER-Sammlung im Zoologischen Museum der Humboldt-Universität in Berlin fand ich 6 als „Original“ bezettelte Syntypen (3 ♂♂, 3 ♀♀) aus Amasia, von denen ich 1 ♂ mit dem gelben Originaletikett "Amasia m .“ und dem Genitalpräparat Nr. 277 (GU Friese) hiermit zum Lectotypus bestimme. Die restlichen Exemplare habe ich als Paralectotypen bezettelt. Weitere Exemplare und Fundorte waren bisher nicht bekannt. Insofern ist Kasys Fund, der gleichzeitig den Erstnachweis für das Vorkommen der Art in Europa erbrachte, überaus wertvoll. Funddaten: 1 ♂, 1 ♀ und 1 Exemplar ohne Abdomen Treskaschlucht westl. Skopje, 1.— 10.V.1956, leg. Kasy (GU Friese Nr. 851 und 852 = GU Mus. Vind. 6055a ♂ und 6055b ♀)."
Im Oktober 2021 kam ich zum Schluss: "Neuere Funde am einzigen europäischen Fundort oder sonstwo in Europa scheinen seither ausgeblieben zu sein." Das sollte sich im Nachhinein als doppelt unrichtig erweisen, was aber erst durch van Nieukerken & Groenendijk (2026) geklärt werden sollte. Jene Autoren berichteten nämlich über je ein offensichtlich verschlepptes Exemplar in den Niederlanden (11. Januar 2018: Noord-Holland, IJmuiden-Zeewijk, im Haus) und in Belgien (13. März 2023: Oost-Vlaanderen, Ruien-Dorp). Und bei der Gelegenheit stellten sie fest, dass die aus Frankreich beschriebe Argyresthia buvati mit Fundort Hautes-Alpes, Saint-Crépin (1959, 1981, 1989, 2013, 2014), die danach auch noch von einer Stelle in Spanien (2018: Soria, Aldehuela de Calatañazor) gemeldete wurde, als Synonym zu A. impura zu stellen ist.
Van Nieukerken & Groenendijk (2026) berichteten, dass mittlerweile 5 Exemplare aus der Türkei, von Nordmazedonien, Armenien und den Niederlanden gebarcodet wurden - nur das Tir aus Armenien wich dabei leicht ab. Ein Barcode der ehemaligen A. buvati fehlt noch.
Der Artikel mit Thema "The globally rare Argyresthia impura (Staudinger, 1879) adventive in the Netherlands and Belgium, with notes on synonymy, biology, and distribution" erschien am 30. März 2026 - und er hatte sofort Auswirkungen. Leo Vähätalo war sofort klar, dass das die lange gesucht Art war, die Uli Müller schon dreimal in seinem Haus in Großburgwedel in Niedersachsen gefunden hatte: am [12. Dezember 2023], am [13. Februar 2026] und wieder am [17. März 2026] https://forum.lepiforum.org/post/940764.
(Autor: Erwin Rennwald, ergänzt 30. März 2026)
4.5. Typenmaterial
Friese (1963: 408) legte einen Lectotypus fest (siehe Abschnitt (Faunistik).
Gibeaux (1992: 189) meldete zu A. buvati: « Holotype. 1 mâle, Hautes-Alpes, Saint-Crépin, junipéraie, 7-V-1959 (R. Buvat) (prép. génit. C. G. n° 3679). Allotype. 1 femelle, idem, 29/31-V-1981 (Chr. Gibeaux) (prép. génit. C. G. n° 3716). Tous les deux dans ma collection. Paratypes. 7 mâles, 3 femelles, idem, 7-V-1959, 17/18-V-1989 (R. Buvat), 29/31-V-1981 (Chr. Gibeaux). Dans la collection des récolteurs. »
(Autor: Erwin Rennwald)
4.6. Literatur
- Friese, G. (1963): Zoologische Ergebnisse der Mazedonienreisen Friedrich Kasys, IV. Teil. Lepidoptera: Argyresthiidae. — Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften in Wien, mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, Abteilung 1 172: 403-412. [PDF auf zobodat.at]
- Beschreibung als Argyresthia buvati: Gibeaux, C. A. (1992): Description de deux Argyresthiinae nouveaux (Lep. Yponomeutidae). — Entomologica Gallica 3 (4): 189-192.
- van Nieukerken, E. & D. Groenendijk (2026): The globally rare Argyresthia impura (Staudinger, 1879) adventive in the Netherlands and Belgium, with notes on synonymy, biology, and distribution(Lepidoptera: Argyresthiidae). — SHILAP Revista de Lepidopterología 54 (213): 141-150 [pdf auf SHILAP].
- Erstbeschreibung: Staudinger, O. (1879-1880 [159-368: 1879; 369-435: 1880]): Lepidopteren-Fauna Kleinasien's. — Horae societatis entomologicae rossicae 15: 159-435. St. Pétersbourg (V. Besobrasoff & Comp.).
















