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Falter
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Genitalien ♂
Genitalien ♀
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenSynonymeLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.3.2. Weibchen

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Rosaceae:] Rubus idaeus (Himbeere)
  • [Rosaceae:] Rubus caesius (Kratzbeere)
  • [Rosaceae:] Rubus fruticosus agg. (Brombeere)

Schleich (1867: 451) konnte die Raupe als Erster eingehend studieren: "II. Gelechia micella. Schon früher hatte man die Raupe dieser schönen Species an Himbeeren vermuthet, und in der That erzog ich dieselbe schon vor mehreren Jahren aus Räupchen, die ich in den ersten Frühjahrstrieben der wilden Himbeere fand, gleichzeitig mit Lampr. Rubiella, ohne dass es mir gelang, die Larven der beiden Thiere auseinander zu halten. Erst in diesem Frühjahr (1867) hatten die genauen Beobachtungen meines Freundes Gustav Schulz in Stettin das erwünschte Resultat, die verschiedene Lebensweise und das verschiedene Aussehen derselben erkennbar festzustellen. Aus ihnen ergab sich, dass die Raupe der Lampronia Rubiella, welche übrigens auch an der cultivirten Himbeere vorkommt, zunächst einen Herztrieb der Pflanze ausfrisst, sich aber damit nicht begnügt, sondern sich von diesem aus noch weiter in das Mark des Stämmchens selbst hinein gräbt, gewöhnlich dabei die Richtung nach oben einschlagend, während die Raupe der Gel. micella nur den grünen Trieb verzehrt und, mit dem einen fertig, in einen andern, gewöhnlich den zunächst nach unten gelegenen, wandert. Ausgewachsen verlässt sie ihre Frassstelle und geht zur Verpuppung in die Erde oder spinnt sich zwischen den kleinen welken Himbeerblättchen ein. Von der jedenfalls vorhandenen Sommergeneration des Thierchens habe ich bisher die Raupe nicht auffinden können. Im ersten Frühling (bei uns Anfang oder Mitte Mai) verräth sie sich leicht an der jungen Pflanze, indem die trocken oder welk gewordenen Blättchen des Herztriebes an ihren Spitzen zusammengesponnen und mit den bräunlich schwarzen Kothklümpchen bedeckt sind. Der Kopf des nicht sehr lebhaften, erwachsen gut 2 1/2 Linie langen Thierchens ist ebenso wie sein scharf getheiltes Nackenschild und die Afterklappe glänzend schwarz, ihre Grundfarbe, ganz verschieden von der in der Jugend gelblichen, später einfarbig scharlachrothen Raupe von Lampr. Rubiella, ist ein helles Gelbgrau. Der ganze fein behaarte Körper ist rothfleckig, indem jeder Ring mit unregelmässig bogenförmigen, anfangs orangefarbigen, später hellblutrothen Zeichnungen geschmückt ist, die jedoch so angeordnet sind, dass das erwachsene Thier in seiner ganzen Länge roth gestreift aussieht. Bisher haben wir das Räupchen hier bei Stettin überall, wo wilde Himbeeren wachsen, immer in reichlicher Menge gefunden."

Auch Schütze (1931: 109) handelt die Art bei der Himbeere ab: "Raupe Mai [...] Frisst die Herztriebe von Rubus idaeus aus, welche welken und anhaftende Kotspuren zeigen; 14 Tage später als Incurvaria rubiella (Sorhagen); wandert aus einem Trieb der Himbeer- und Brombeerzweige in den andern (Rössler)." Elsner et al. (1999: 26) nennen ebenfalls Rubus idaeus und Rubus caesius und liefern den passenden Lebensraum dazu: "Waldschlagflächen und Lichtungen, Gärten."

Gregersen & Karsholt (2022: 286) ergänzen: "Host-plant: Rubus idaeus; in England also R. fruticosus (Heckford, op. cit.); in Sweden netted over Rubus chamaemorus in bogs (Svensson in litt.). The larva lives inside the buds; [...]".

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur

  • Erstbeschreibung: [Denis, M. & J. I. Schiffermüller] (1775): Ankündung eines systematischen Werkes von den Schmetterlingen der Wienergegend herausgegeben von einigen Lehrern am k. k. Theresianum. 1-323, pl. I a+b, Frontispiz. Wien (Augustin Bernardi). — Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München: [140].
  • Gregersen, K. & O. Karsholt (2022): The Gelechiidae of North-West Europe. — 939 pp., Oslo, Norway (Norwegian Entomological Society).
  • Schleich, C.H. (1867): Einige microlepidopterologische Beobachtungen über eine neue Nepticula, die Raupe von Gelech. micella und über Gracil. imperialella. — Entomologische Zeitung 28: 449-455. Stettin.
  • SCHÜTZE (1931): 109