Vorkommen
Länder:+33Kontinente:EUAS
Männchen
Weibchen
Männchen
Weibchen
Aberration
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Männchen
Habitat
Lebensweise
Nahrung des Falters
Raupennahrungspflanzen
Prädatoren
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Ssp. ilia ([Denis & Schiffermüller], 1775)

1.1.1. Männchen
1.1.2. Weibchen

1.2. Subspezies sheljuzkoi Turati, 1914

1.2.1. Männchen
1.2.2. Weibchen

1.3. Aberration

1.4. Ausgewachsene Raupe

1.5. Jüngere Raupenstadien

1.6. Puppe

1.7. Ei

2. Diagnose

Beitrag von Gabriel Hermann zur Unterscheidung der Raupe von Apatura iris und A. ilia im [Forum]

2.1. Genitalien

2.1.1. Männchen

2.2. Ähnliche Arten

Im Gegensatz zur ähnlichen Art Apatura iris hat A. ilia keinen zum Flügelsaum deutenden Zacken an der weißen Binde des Hinterflügels. Der bei A. ilia deutlich ausgeprägte Augenfleck auf dem Vorderflügel ist bei A. iris auf der Oberseite nur angedeutet. Der Größenunterschied ist für die Unterscheidung der beiden Apatura-Arten unbedeutend.

Limenitis populi ist meist bedeutend größer, hat auf der Unterseite eine ausgedehnte orange Zeichnung und auch auf der Oberseite, zumindest der Hinterflügel, eine schmale orange Binde.

3. Biologie

3.1. Habitat

Der Kleine Schillerfalter ist in erster Linie eine Art der Auwälder, kommt aber auch in Hybridpappel-Forsten und anderen laubholzreichen Laub- und Mischwäldern niederer und mittlerer Lagen vor. Zudem kann er vereinzelt auch in Pappelalleen angetroffen werden. A. ilia bevorzugt wärmere Tieflagen bis etwa 800 m. In den Südalpen kann sie aber ausnahmsweise auch bis auf etwa 1200 m ansteigen.

3.2. Lebensweise

3.3. Nahrung des Falters

Die Falter saugen gerne an allerlei riechenden Stoffen wie menschlichem Schweiß, Leder (siehe Falterfoto 2), Kot und Aas und können z. B. mit Käse geködert werden. Auf feuchten, unasphaltierten Waldwegen können an individuenreichen Standorten Massenansammlungen von Mineralien aufrüsselnden Faltern beobachtet werden.

Je nach Lokalklima werden eine oder zwei Generationen ausgebildet. Die Falterflugzeit beginnt Anfang bis Mitte Juni, in Südeuropa auch schon Ende Mai und dauert dort, wo nur eine Generation ausgebildet wird, bis Mitte oder Ende Juli, ist in sehr warmen Tieflagen oft gar schon Anfang Juli zuende. Die Flugzeit der 2. Gen. beginnt, abhängig vom Lokalklima, Anfang bis Ende August und dauert bis Mitte September, in Südeuropa können Einzelfalter bis Mitte Oktober angetroffen werden.

Zur Paarung treffen sich die Falter im Gipfelbereich höherer Bäume zum sog. Treetopping. Das ♀ legt im Waldmantel seine Eier vorzugsweise auf die Blattoberseite von Espen (Populus tremula), aber auch an andere Pappeln (Populus spp.) und ganz vereinzelt an Weiden (Salix spp.)

Im Gegensatz zu der von A. iris läuft die A. ilia-Raupe umher, hat keinen ständigen Sitzplatz und verursacht auch nicht deren typisches Fraßbild. Die Raupe, die von der letzten Generation abstammt, überwintert nach der 2. Häutung an einem Zweig ihrer Nahrungspflanze oder in einer Rindenritze.

Weitere Angaben zur ssp. sheljuzkoi aus dem Südtessin und Nordwestitalien siehe unter [http://www.euroleps.ch/seiten/s_art.php?art=nym_iliasheljuzkoi] von Heiner Ziegler

(Autor: Jürgen Hensle, mit Ergänzung von Jürgen Rodeland)

3.4. Raupennahrungspflanzen

3.5. Nahrung der Raupe

Apatura ilia Raupen werden meistens an Espen (Populus tremula) gezeigt, können aber auch an anderen Pappeln gefunden werden. Zumindest in den Rheinauen in der Oberrheinebene gehören auch schmalblättrige Weiden zu den Nahrungspflanzen.

3.6. Prädatoren

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„Stammutter der Römer, Mutter von Romulus und Remus.“

Spuler 1 (1908: 14L)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Verbreitung

Apatura ilia fliegt von Ostchina durch Südsibirien bis zum Baikalsee und erneut vom Südural und dem Kaukasus bis Westeuropa. In Südeuropa gibt es einige Verbreitungsinseln in Nordspanien und Nordwestportugal, sowie in Mittelitalien. Im Südosten reicht die Verbreitungssüdgrenze bis Nordgriechenland, von dort aus ist die Art über den Balkan, Ost- und Mitteleuropa bis Südfinnland, West- und Südfrankreich verbreitet. A. ilia hat sich in den letzten Jahren nach Norddeutschland ausgebreitet, kommt aktuell zudem auch bei Kopenhagen in Dänemark vor. Aus Südschweden sind bislang nur wenige Einzelfunde bekannt. In den Niederlanden fliegt A. ilia nur bei Maastricht und fehlt auch im Norden Belgiens weitestgehend.

4.5. Literatur

  • Erstbeschreibung: [Denis, M. & J. I. Schiffermüller] (1775): Ankündung eines systematischen Werkes von den Schmetterlingen der Wienergegend herausgegeben von einigen Lehrern am k. k. Theresianum. 1-323, pl. I a+b, Frontispiz. Wien (Augustin Bernardi). — Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München: [172].
  • Ebert, G & E. Rennwald (1991): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs, Bd. 1: Tagfalter 1, 1-552. Bd. 2: Tagfalter 2, 1-535 - Ulmer, Stuttgart.
  • Hermann, G. (2007): Tagfalter suchen im Winter, Zipfelfalter, Schillerfalter und Eisvögel. Searching for Butterflies in Winter, Hairstreaks, Purple Emperors, Poplar Admiral & White Admirals. - 1-224, Books on Demand GmbH, Norderstedt.
  • Lukhtanov, V & A. Lukhtanov (1994): Herbipoliana Bd. 3: Die Tagfalter Nordwestasiens. 1-440.- Verlag Dr. Ulf Eitschberger, Marktleuthen.
  • Schaider, P & P. Jakšic (1988): Die Tagfalter von jugoslawisch Mazedonien, 1-177. - Selbstverlag P. Schaider, München.
  • Schweizerischer Bund Für Naturschutz [Hrsg.] (1987): Tagfalter und ihre Lebensräume. Arten – Gefährdung – Schutz. — XI + 516 S. (hier 166-167), Egg/ZH (Fotorotar AG).
  • Tolman, T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. 1-319. Kosmos, Stuttgart.
  • Weidemann, H.-J. (1988): Bd 1: Tagfalter, Entwicklung-Lebensweise, 1-288. Bd. 2: Tagfalter, Biologie – Ökologie - Biotopschutz, 1-372. Neumann – Neudamm, Melsungen.

4.6. Informationen auf anderen Websites (externe Links)