Vorkommen
Länder:+7Kontinente:EU
Falter
Männchen
Weibchen
Männchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

Ancylis unguicella ist ab Mitte April an sandigen, trockenen, mit Heidekraut (Calluna vulgaris) bewachsenen Stellen aus der Vegetation aufzuscheuchen. Der Falter ist in Ostsachsen an einigen Orten sehr häufig. Die ab Juli erscheinenden Falter dürften einer 2. Generation angehören. [Friedmar Graf]

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Ericaceae:] Erica cinerea (Graue Heide, Graue Glockenheide)
  • [Ericaceae:] Erica carnea (Schneeheide, Winterheide, Frühlingsheidekraut, Erika)
  • [Ericaceae:] Calluna vulgaris (Besenheide, Heidekraut, Sommerheide)

Schütze (1931) weist auf Kenntnislücken und Widersprüche hin: "Über die Biologie beider Arten [gemeint sind Ancylis uncella und A. unguicella] ist noch wenig bekannt, scheinbar nur Vermutungen. Raupe im April an Calluna (Hofmann) scheint noch niemand gefunden zu haben (Rössler). Disqué schreibt einmal: Raupe Juli bis August an Calluna und Erica, — ein andermal: soll an Calluna leben, ich fand sie noch nicht. Nach Spuler lebt sie von Juni bis Juli und September bis Mai an Calluna, auch an Betula; gegen seine Gewohnheit beschreibt er sie aber nicht (Schütze)."

Was A. unguicella scheint sich die Angabe zu Calluna und Erica bestätigt zu haben. Jedenfalls formulieren Hancock et al. (2015: 67): "Ovum. [...] Laid singly in June - early July on the upper surface of leaves of bell heather (Erica cinerea) or occasionally on heather (Calluna vulgaris) or other heaths [...]."

Und Schmid (2019: 662) kann aus den Alpen berichten: "Die Falter schlüpfen zeitig im Frühling. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an die Raupennährpflanze Erika (Erica carnea) (1, 2). Über der Waldgrenze ist Besenheide (Calluna vulgaris) die Nährpflanze. Die Jungraupe fertigt eine feine Gespinströhre an, in die sich sich bei Störung blitzschnell zurückzieht (3, 4). Die erwachsene Raupe lebt in einem System von Gespinströhren mit Pflanzenpolster (6). Im Herbst fertigt sie einen recht dichten Kokon an, der außen mit Pflanzenteilen und Kot belegt ist. Darin verpuppt sie sich und überwintert (5). [...]"

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur