Vorkommen
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Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Inhalt

1. Falter

2. Ausgewachsene Raupe

3. Jüngere Raupenstadien

4. Puppe

5. Diagnose

Siehe Amphipyra pyramidea und [Beitrag von Axel Steiner im Lepiforum].

5.1. Männchen

5.2. Weibchen

5.3. Geschlecht nicht bestimmt

5.4. Genitalien

5.4.1. Männchen

5.5. Diagnose Raupe

Das vermutlich beste Merkmale zur Unterscheidung der ausgewachsenen Raupe von Amphipyra pyramidea und Amphipyra berbera ist die Ausprägung der Seitenlinie (Stigmatale): durchgehend bei A. berbera; im vorderen Körperdrittel unterbrochen bei A. pyramidea.

(Leider gibt es bei einzelnen Exemplaren Schwierigkeiten bei der Interpretation, weil es offenbar auch A. berbera-Raupen mit leicht unterbrochener Seitenlinie gibt.)

Die Farbe der "Höckerspitze" und auch die Farbe der Brustbeine sind keine sicheren Merkmale [Beitrag von Thomas Fähnrich und f.] und auch [Beitrag von Axel Steiner].

Insgesamt sind Zuchten (ggf. mit Einbehalt des Belegs), inbesondere von nicht eindeutigen Raupen, sehr wünschenswert!

6. Biologie

6.1. Nahrung der Raupe

  • [Rosaceae:] Crataegus laciniata (Orientalischer Weißdorn)

Nach Rungs (1949: 331) wurde der Holotypus aus einer auf Crataegus laciniata (Orientalischer Weißdorn) gefundenen Raupe gezüchtet. Tatsächlich lebt sie aber noch an einer Vielzahl anderer Laubgehölze.

7. Weitere Informationen

7.1. Etymologie (Namenserklärung)

Ursprünglich als mahgrebinische Subspezies von Amphipyra pyramidea beschrieben, bezieht sich der Artname auf den nordafrikanischen Volksstamm der Berber.

Ingvar Svensson, ein schwedischer Lepidopterologe, der die beiden Arten als verschieden erkannte. (Text: Axel Steiner)

7.2. Erstbeschreibung

Bulletin de la société des sciences naturelles du Maroc, 25-27: 330, pl. 7, figs. 3, 5. Typenfundort: Marokko, Mittlerer Atlas, Ifrane. Auf Artrang erhoben von Fletcher (1968: 101).

7.3. Synonyme

in Seitz, Die Großschmetterlinge der Erde, 3: 158, pl. 38b. Ungültiger infrasubspezifischer Name.

Entomologist’s gazette, 19: 102, pl. 6, figs. 1-2. Typenfundort: England, Hertfordshire, Ashridge. Synonymisiert von Fibiger & Hacker (2007: 27).

7.4. Andere Kombinationen

  • Amphipyra pyramidea Linnaeus, 1758, partim. Bis 1968 wurde A. berbera nicht von A. pyramidea unterschieden.

7.5. Faunistik

Gesamtverbreitung: Nordafrika, Süd-, Mittel- und südliches Nordeuropa, Türkei und Kaukasus. Weiter nach Osten hin ist der Arealgrenzverlauf noch nicht dokumentiert.

7.6. Taxonomische Geschichte

1968 erkannte Ingvar Svensson, daß sich unter dem Namen Amphipyra pyramidea zwei äußerlich ähnliche Arten verbargen, die Unterschiede in der Genitalmorphologie aufwiesen. Nach der Untersuchung umfangreichen Materials aus Europa, Asien und Nordafrika ergab sich, daß beide Arten weit verbreitet sind. In der Linné-Sammlung in London existierte kein zeitgenössisches Linné’sches Material mehr, so daß ein Neotypus für Amphipyra pyramidea festgelegt wurde. Für die zweite, etwas weniger häufige Art, stellte sich als ältester Name berbera Rungs heraus, ursprünglich als nordafrikanische Unterart von A. pyramidea beschrieben (Fletcher 1968).

7.7. Literatur

  • Erstbeschreibung: Rungs, C. (1949): Notes de lépidoptèrologie marocaine (XV) : Noctuidæ nouvelles. — Bulletin de la société des sciences naturelles du Maroc 25-27: 328-332, pl. 7.
  • Fletcher, D. F. (1968): Amphipyra pyramidea (Linnaeus) and A. berbera Rungs (Lep., Noctuidae), two species confused. — Entomologist’s Gazette 19: 91-106, pls. 5-6.
  • Svensson, I. (1968): Amphipyra pyramidea L. en dubbelart. — Opuscula entomologica 33: 183-188.

7.8. Informationen auf anderen Websites (externe Links)