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Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
LebendfotosDiagnoseBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenSynonymeLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Apiaceae:] Falcaria vulgaris (Sichelmöhre)
  • [Apiaceae:] Pimpinella saxifraga (Kleine Bibernelle)

Die Raupe lebt an Falcaria vulgaris und Pimpinella saxifraga, also an Doldenblütlern warm-trockener Standorte. Beides ist mehrfach und aus verschiedenen Regionen belegt. Bei Schütze (1931: 146) ist zur Raupe zu lesen: "Zwischen den Wurzelblättern von Pimpinella saxifraga (Sorhagen und andere), in einer Blattrolle an Falcaria vulgaris und Sium latifolium (Eppelsheim), Senecio doronicum, Falcaria vulgaris (Disqué)." Sium latifolium wäre ebenfalls ein Doldenblütler, aber angesichts der für die Art völlig unzutreffenden Lebensraums dieser Pflanze ist zwingend Fehlbestimmung des Falters zu unterstellen. Gleiches gilt noch mehr für den Korbblütler Senecio doronicum.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„capreolus Rehbock, nach der Färbung des Falters.“

Spuler 2 (1910: 90L)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

Agonopterix canuflavella Hannemann, 1953 wurde anhand eines einzigen Männchens beschrieben. Die männlichen Genitalien sind nicht von A. capreolella zu unterscheiden, äußerlich stimmen die Zeichnungselemente grundsätzlich überein, nur sind sie undeutlicher als bei typischer A. capreolella. Ein nach NGS-Protokoll durchgeführtes Barcoding ist komplett fehlgeschlagen. Die Art wurde, abgesehen vom Holotypus, nie mehr wieder "gefunden", genauer gesagt es wurde nie ein weiteres Tier als A. canuflavella bestimmt. Die vorliegenden Informationen lassen weder zu, die beiden Arten zu synonymisieren noch die artliche Eigenständigkeit von A. canuflavella zu beweisen.

Agonopterix tolli Hannemann, 1959 wurde ebenfalls anhand eines einzigen Männchens beschrieben und ist anhand der männlichen Genitalien nicht von A. capreolella zu unterscheiden. Die vorliegenden Informationen beschränken sich auf die Erstbeschreibung (Text, Genitalzeichnung und Schwarzweiß-Abbildung des Falters) und lassen weder zu, die beiden Arten zu synonymisieren noch die artliche Eigenständigkeit von A. tolli zu beweisen. (Autor: Peter Buchner)

4.4. Literatur

  • SCHÜTZE (1931): 146
  • Erstbeschreibung: Zeller, P. C. (1839): Versuch einer naturgemäßen Eintheilung der Schaben. — Isis von Oken 1839 (3): 167-220. Leipzig (Brockhaus).
  • Hannemann, H. J. (1953): Natürliche Gruppierung der europäischen Arten der Gattung Depressaria s. l. (Lep. Oecoph). — Mitteilungen aus dem Zoologischen Museum in Berlin 29 (2): 269–373.
  • Erstbeschreibung: Hannemann, H. J. (1959): Neue Depressarien aus der Sammlung S. Toll (Oecophoridae). — Deutsche Entomologische Zeitschrift. Neue Folge 6: 34-43. Berlin (Akademie-Verlag).