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Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Raupe
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Lebensweise
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

Anmerkung von Peter Buchner: Die Bestimmung eines bis 27. August 2017 unter Lebendfoto 1-2 eingestellten Falters wurde nach einem Hinweis von Tina Schulz durch GU überprüft und als Agonopterix laterella erkannt, die Bilder wurden dorthin verschoben.

1.2. Ausgewachsene Raupe

1.3. Jüngere Raupenstadien

1.4. Fraßspuren und Befallsbild

1.5. Puppe

2. Diagnose

2.1. Falter

Die Art lässt sich als Falter oft nicht von Agonopterix heracliana trennen. Eine Genitaluntersuchung ist hier in der Regel angesagt.

Wenn man auf eine GU verzichten will, so sitzt das zuverlässigste Unterscheidungsmerkmal gegenüber Agonopterix heracliana auf den Hinterflügeln. Da besitzt A. ciliella eine bei frisch geschlüpften Tieren meistens deutlich sichtbare 5-fache Fransenlinie und die Fransen sind deutlich rosarot. Bei A. heracliana haben die Fransen in der Regel dieselbe Färbung wie der Hinterflügel und die Fransenlinien fehlen weitgehend. (Rudolf Bryner) [Forum]

Vergleich der Hinterflügel (links Agonopterix ciliella, rechts A. heracliana) und Besprechung der Merkmale siehe [Forum 2]

2.1.1. Männchen
2.1.2. Weibchen

2.2. Raupe

Die erwachsenen Raupen von Agonopterix ciliella und A. heracliana lassen sich an Kopf und Nackenschild zuverlässig unterscheiden.

Agonopterix ciliella: Kopf dunkelbraun. Im Bereich der Nahtlinien oft dunkler bis schwarz.

Nackenplatte bräunlich-grün, auf beiden Seiten breit dunkelbraun oder schwarz gefärbt. Schwarze Punkte am Hinterrand der Nackenplatte fehlen.

Körper wie bei A. heracliana: grün mit schwarzen Punktwarzen. Die dunkleren Rücken- und Nebenrückenlinien sind aber meist deutlicher als bei A. heracliana.

Agonopterix heracliana: Kopf deutlich heller als bei A. ciliella: grünbraun bis hell honigbraun. Nahtlinien nicht verdunkelt.

Nackenplatte bräunlich-grün mit zwei schwarzen Punkten am Hinterrand. Auf beiden Seiten weitere schwarze Sprenkel, die manchmal zu einer schmalen, dunkelbraunen oder schwarzen Linie zusammenfliessen können. Die Nackenplatte ist aber an den Seiten niemals so breit verdunkelt wie bei A. ciliella.

Körper wie bei A. ciliella: grün mit schwarzen Punktwarzen. Die dunkleren Rücken- und Nebenrückenlinien sind nur bei frisch gehäuteten Raupen deutlich ausgeprägt, sonst sehr verwaschen bis erloschen. (Text: Rudolf Bryner)

Im vorletzten Larvalstadium kann die Raupe von A. ciliella mit Agonopterix purpurea verwechselt werden - einer Art, die zur gleichen Zeit an verschiedenen Doldenblütlern zu finden ist, darunter auch an Wilder Möhre.

Bei den A. ciliella-Jungraupen sind aber die schwarzen Punktwarzen dicker und alle Brustbeine schwarz (bei A. purpurea nur das erste Beinpaar).

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen

Zur Unterscheidung der weiblichen Genitalien von Agonopterix heracliana:

Der Abstand des Ostiums vom unteren (proximalen) Rand des 8. Segments ist bei A. ciliella größer als bei A. heracliana. Bei A. heracliana das Ostium mehr längsoval, bei A. ciliella eher kreisrund (aber die Form ist anfällig für Präparationsartefakte und auch etwas variabel). Die Genitalien allein einer der beiden Arten zuzuordnen bleibt dennoch schwierig. Die am Falter erzielte Bestimmung sollte dabei helfen, vermutete spezifische Unterschiede bei den Weiblichen Genitalien abzusichern - und nicht umgekehrt.

Leicht umformulierter Text von Peter Buchner [Forum].

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Lebensweise

Die Freilandaufnahme zeigt die unterschiedlichen Entwicklungsorte der Raupen an Brustwurz (Angelica sylvestris). Sie leben zuerst an den Blättern der Pflanze, wo sie die Fiederblättchen zu Röllchen einspinnen. Diese Behausungen werden mehrfach gewechselt (1). Gegen Ende der Entwicklung steigen die Raupen in die Blüten- oder Samendolden der Pflanze auf und bauen sich dort ein knäueliges Gespinst (2). Entwickeln sich die Raupen an blütenlosen Pflanzen, so schliessen sie ihre Entwicklung in Gespinsten an den grossen Basisblättern ab. Die Verpuppung erfolgt schliesslich am Boden unter der Pflanze (3).

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Apiaceae:] Angelica sylvestris (Wald-Engelwurz, Brustwurz)
  • [Apiaceae:] Laserpitium latifolium (Breitblättriges Laserkraut)
  • [Apiaceae:] Pastinaca sativa (Pastinak)
  • [Apiaceae:] Daucus carota (Wilde Möhre)
  • [Apiaceae:] Silaum silaus (Wiesensilge)
  • [Apiaceae:] Torilis japonica (Klettenkerbel)
  • [Apiaceae:] Chaerophyllum aureum (Gold-Kälberkropf)

Die Art nutzt zahlreiche Doldenblütler - die obige Liste ist sicher noch unvollständig.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur

  • [SCHÜTZE (1931): 148]
  • Erstbeschreibung: Stainton, H. T. (1849): On the Species of Depressaria, a Genus of Tineidae, and the allied Genera Orthotaelia and Exaeretia. — The Transactions of the Entomological Society of London 5: 151-173 + pl. XVII.