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Falter
Männchen
Genitalien ♂
Erstbeschreibung
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenSynonymeTaxonomie und FaunistikLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Genitalien

2.2.1. Männchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Apiaceae:] Elaeoselinum asclepium ssp. meoides ? [= Elaeoselinum meoides ?, Ferulago meoides ?]

Es gibt eine klare Bindung an "Elaeoselinum meoides", was auch die Raupennahrung sein dürfte - ob das sicher belegt ist, weiß ich noch nicht. Die neuen Funde in Frankreich und Belgien stellen das etwas in Frage, denn die Pflanze ist in Frankreich auf Korsika beschränkt und auch andere Vertreter der Gattung sind aus Frankreich nur als ausnahmsweise adventiv in historischer Zeit bekannt.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Taxonomie und Faunistik

Walsingham (1898: 73) beschrieb seine neue Art nach einem einzelnen Männchen aus Mogadir, der dem Festland vorgelagerten Atlantik-Insel Marokkos. Er erwähnte, dass die Art wie eine bleiche Aethes bilbaensis mit stärkerer silberner Sprenkelung aussähe. Er liefert dann eine recht detaillierte Beschreibung der Flügelzeichnung, wobei man sich erst einmal etwas unter "bleich primelgelb" und "satt kastanienbraun" vorstellen muss. Dann betonte er - für die damalige Zeit völlig ungewöhnlich - dass sich die Art im Genital klar von allen anderen ähnlichen Arten unterschiede, und er bedauerte, dass er keinen Druckraum für eine Genitalabbildung hätte: "The species may be said to approach bilbaénsis, Rsslr., in appearance, but is easily distinguished by its paler colour, by the more abundant silvery speckling on the fascie, and by their greater width and the abrupt termination of the outer fascia on the costa before the apex—the structure of the genital armature being also entirely distinct from that of all other allied species." Schade, dass es keine Genitalabbildung gab, denn das hätte manche Verwirrung in der Folgezeit verhindern können.

Dass die Art in Europa im Süden von Spanien und Portugal gefunden wurde, überascht nicht - der Erstnachweis für Portugal erfolgte aber erst durch Corley et al. (2020: 624): "BAL: Vila Nova de Milfontes, 27-V-2019, Corley and S. Ferreira." - der Fund erfolgte also an der Atlantikküste im Süden des Landes. Trematerra (1995) führte die Art schon früher auch für Sardinien und das italienische Festland an. Unser Diagnosefoto von Theo Grünewald aus Delphi in Griechenland zeigt, dass auch die unsicheren Angaben aus Bulgarien, der Provinz Istanbul (Türkei) und von Zypern (Fauna Europaea, ohne Quellennennung) stimmen könnten.

Für mich völlig überraschend teilte Chris Steeman per e-Mail am 26. Dezember 2025 mit: "first record for Belgium in 2022 (see also -more info- deleted species at Aethes tornella)". Die Streichung von Aethes tornella wurde begründet: "The specimen collected in 2022 has been re-examined since observations of A. mauritanica appeared in France (new species for France in 2024). It turns out that the Belgian specimen also belonged to A. mauritanica (Walsingham, 1898)(Knud Larsen, in litt.), so this species is new for Belgium in 2022."

Das Genitalbild des Falters von Belgien mit Daten "18/06/2022 leg. Johan Buckens. Loc: Sint-Jozef, 8000 Zeebrugge, Belgium. Prep. number: BEA321M" findet sich seit 13. Februar 2025 auf [mothdissection.co.uk], das Lebendfalterfoto dazu ebenfalls.

2022 war auch das Jahr mit dem Erstfund von A. mauritanica in Frankreich. Der Fund erfolgte gut einen Monat vor dem belgischen Fund. Nach der Artseite auf oreina.org/artemisiae fand Olivier Laluque die Art am 14. Mai 2022 am Atlantikstrand von Saint-Denis-d'Oléron auf der vorgelagerten Insel Île d'Oléron. Dort konnte er ihr Vorkommen am 29. August 2022 und wieder am 24. Mai und 8. Juli 2024 bestätigen. Am 23. und 28. Juni 2023 fand er die Art an zwei anderen Stellen der Insel (Saint-Pierre-d'Oléron und Saint-Georges-d'Oléron). Claude Champarnaud, Christophe Dufour und Marion L'Huillier-Hunsinger gelang dann am 30. Juli 2024 auch der Nachweis am nahen Strand des Festlands bei Saint-Froult. Die Art ist aus Frankreich also bisher auch nur aus einem sehr kleinen Bereich der Atlantikküste im Département Charente-Maritime bekannt. Die Art scheint sich hier also lokal etabliert zu haben - oder sie war "schon immer" da und wurde nur übersehen. Bis zu den nächsten bekannten Vorkommen in Portugal, Spanien oder auf Sardinien sind es mehr als 1000 km, bis zum noch isolierteren Vorkommen in Belgien rund 750 km Luftlinie.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur

4.5. Informationen auf anderen Websites (externe Links)