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Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
LebendfotosDiagnoseBiologieWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenNomenklaturFaunistikPublikationsjahr der ErstbeschreibungLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Ausgewachsene Raupe

1.3. Jüngere Raupenstadien

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„incarnatus hochrot; wegen der Unterseite.“

Spuler 1 (1908: 282R)

Wie Spuler (1908) auf so eine Deutung kam, ist unverständlich - sie ist auf jeden Fall falsch. Heiner Ziegler erklärt: "incarnatus heisst aber "verkörpern"" und "... carnatus" heisst "fleischig", das passt dann schon eher zur fleischfarbenen Färbung ... hochrot heisst es ganz sicher nicht". Hatte Spuler (1908) so wenig Ahnung von "Inkarnation" (Fleischwerdung) oder "Karneval" („Fleisch, lebe wohl“) ? Kannte er das Fleischfarbene Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) nicht ? Einen „Unguis incarnatus“ hatte er offensichtlich auch nicht, einen in das Fleisch eingewachsenen Zehennagel.(?) Eigentlich müsste er jetzt vor Scham hochrot anlaufen, aber ein zarte fleischfarbene Errötung täte es auch. Aber okay, Fleisch kann ja auch kräftiger Rot sein, wie der Inkarnat-Klee (Trifolium incarnatum) mit seiner Blütenfarbe zeigt.

Und was meinte der Erstbeschreiber selbst ?: "[...] Die Franzen rosenroth. Am Vorderrande zwei dunkelrothe Flecken, wodurch der erste durch die ganze Flügelbreite einen schwachen röthlichen Anflug zeigt. [...] Hinterflügel [...] Die Franzen rosenroth. [...] Der Vorderrand der Ober- und Unterfglügel sammt den Franzen rosenroth. Die Voerderflügel führen vor dem rosenrothen Anflug [...]". Tiefrot oder hochrot war hier wohl nicht gemeint.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Nomenklatur

Gemäß Opinion 134 des ICZN (Hemming (1939)) ist Heliothis incarnata als Originalkombination bei Freyer [1838] zu betrachten.

4.4. Faunistik

Huemer (2013) schreibt: „Der bisher einzige Nachweis aus Oberösterreich beruht mit größter Wahrscheinlichkeit auf passiver Verschleppung (Huemer, 2007a).“

4.5. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir folgen den Ausführungen von Olivier (2000).

4.6. Literatur

  • Erstbeschreibung: Freyer, C. F. [1836-1839] („1839“): Neuere Beiträge zur Schmetterlingskunde mit Abbildungen nach der Natur 3: 1-168, pl. 193-288. Augsburg (beim Verfasser).
  • Hemming, F. (ed.) (1939): Opinion 134. On the method to be adopted in interpreting the Generic Names assigned by Freyer to species described in his ''Neuere Beiträge zur Schmetterlingskunde'', 1833–1858. — Opinions and Declarations rendered by the International Commission on Zoological Nomenclature 2, Section A: 1-6. London.
  • Huemer, P. (2013): Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. – 304 S. (Studiohefte 12); Innsbruck (Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H.).
  • Olivier, A. (2000): Christian Friedrich Freyer's „Neuere Beiträge zur Schmetterlingskunde mit Abbildungen nach der Natur“: an analysis, with new data on its publication dates (Insecta, Lepidoptera). — Beiträge zur Entomologie 50 (2): 407-486. Berlin (Wiley-VCH) [PDF auf zobodat.at].