Vorkommen
Länder:E+11Kontinente:EU
Falter
Geschlecht nicht bestimmt
Inhalt

1. Falter

Am 11. November 2020 wurden nach einen Hinweis per E-Mail von Harri Jalava an Jürgen Rodeland zwei Fotos zur neu beschriebenen Pyralis cardinalis verschoben.

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

3. Weitere Informationen

3.1. Etymologie (Namenserklärung)

„königlich.“

Spuler 2 (1910: 219L)

3.2. Faunistik

Nach Gaedike & Heinicke (1999) in Deutschland nur aus Bayern bekannt (aktuell, d.h. nach 1980). Dort wurde die Art von Pröse et al. (2003)[2004] mit "R - extrem selten, oder Art mit geographischer Restriktion" für die Regionen "Schichtstufenland" und "Tertiär-Hügelland und voralpine Schotterplatten" in die Rote Liste aufgenommen. Nuss (2012) kennt keine Angaben nach 1980 und erläutert: "Eine sehr seltene Art; 1977 letztmalig für Deutschland (Bayern) nachgewiesen." Dies ist zu korrigieren: Nach Haslberger et al. (2021: 30) gab es aus Bayern (und damit Deutschland) insgesamt nur 2 Einzelnachweise von "P. regalis", und es stellte sich heraus, dass diese auch noch zu zwei verschiedenen Arten gehören! Das Männchen vom 21. Juli 1991 von "Matting Bhf." (leg. et coll. Neumayr) gehörte bei der Überprüfung tatsächlich zu P. regalis, das Weibchen vom 8. Juli 1977 aus dem Erdinger Moos bei Berglern (leg. Schütz) musste hingegen zu Pyralis cardinalis korrigiert werden. Damit sind beide Arten in Deutschland jeweils nur durch ein Einzelexemplar vertreten und es spricht nichts für eine zeitweise Bodenständigkeit oder auch nur häufigere Einwanderung. Haslberger et al. (2021: 30) sehen das verbliebene Art von P. regalis als Irrgast an und bemerken: "Der Fundort von P. regalis liegt entlang einer Bahnlinie und in unmittelbarer Nähe des Rhein-Main-Donaukanals, so dass auch Einschleppung via Zug oder Schiff nicht ausgeschlossen werden kann."

3.3. Typenmaterial

Das Typenmaterial ist sehr wahrscheinlich verbrannt. Wikström et al. (2020) legen daher einen Neotypus fest: "Neotype ♀; A/N: Oberloiben, Höhereck; 48°23’N, 15°32’E; ca. 300 m; 30.6.2015; P. Buchner leg.; BOLD Sample ID: TLMF Lep 27053; coll. TLMF; here designated".

(Autor: Erwin Rennwald)

3.4. Literatur