Vorkommen
Länder:+2Kontinente:EUAS
Falter
Raupe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Inhalt

1. Falter

Anmerkung: Ein bis zum 02.02.2015 hier gezeigtes Falterbild von der Insel Kreta wurde auf die Seite von Eupithecia ericeata verschoben.

2. Raupe

3. Diagnose

Die dunklen Flügelränder (nicht nur der Costalrand) von E. quercetica haben einen mehr oder weniger stark rötlichen bis rötlichbraunen Farbton, was insbesondere bei frischen Tieren gut erkennbar ist. (Dieter Fritsch) [Forum]

3.1. Männchen

3.2. Weibchen

3.3. Geschlecht nicht bestimmt

3.4. Erstbeschreibung

Prout in Seitz (1938: 204):

„EUPITHECIA

[...]

E. quercetica sp. n. (14 i). Länge eines Vflgls 11–12 mm. Palpen fast doppelt so lang die der Augendurchmesser; unten blaß wie auch die Brust. Hlb oben mit einiger brauner Beimischung, besonders auf den Kämmen. Vflgl ein wenig schmaler als bei abbreviata, aber nicht so verlängert wie bei unedonata; grau, nur costal mehr braun gefärbt, die Zeichnungen dort verdickt, etwa wie bei virgaureata; Zellfleck ziemlich stark, obwohl nicht so groß wie bei virgaureata; Zeichnungen etwa wie bei abbreviata; Antemediane ohne bandartige Beschattung; Proximalstriche der Postmedianen vorhanden, aber kurz und ganz regelmäßig (mehr wie bei virgaureata als bei abbreviata); Subterminale gezähnt, nahe der Costa nicht sehr eingebogen; Fransen etwas gefleckt in der proximalen Hälfte. Hflgl mehr wie bei abbreviata geformt; Zellfleck deutlich. Unterseite sehr wie bei abbreviata, aber grauer. Arayah (Libanon), 2 ♀♀, am 22. Februar und im März 1935 gezogen aus Raupen, die an Eiche fressend gefunden wurden (E. P. Wiltschire [sic, Anm. Red. Lepiforum]). Sie wurden in mittleren Höhen im Libanon im April und Mai gefangen, und ihr Entdecker meldet sie auch von Kreuzdorn, Weißdorn und Cistenröschen, offensichtlich ähnlich in Gestalt und im Typus der Fleckung solcher von abbreviata und massiliata, in wenigstens 2 Formen vorkommend, die eine ockrig mit einem hellrosa Ton und gelblichen oder weißen schrägen Seitenmakeln, von hellrosa gesäumt, die andere dunkler, deren Dorsallinie eine Serie von purpurnen, nach vorn spitzen V-Flecken entwickelt, schwärzlichgrau unter den Lateralstrichen.“

4. Biologie

4.1. Nahrung der Raupe

  • [Fagaceae:] Quercus sp. (Eiche)
  • [Anacardiaceae:] Pistacia sp. (Pistazie)
  • [Rhamnaceae:] Rhamnus sp. ? (Kreuzdorn ?)
  • [Rosaceae:] Crataegus sp. ? (Weißdorn ?)
  • [Cistaceae:] Cistus sp. ? (Zistrose ?)

Auf Samos (Griechenland) wurde die neue Entdeckung gemacht, dass die Raupen von Eupithecia quercetica nicht nur an Eiche leben, sondern auch in großer Zahl an Pistazie. Diese Tiere beenden ihre Larvalperiode etwa zwei Wochen früher als die Eichenfresser. Bei an Pistacia lentiscus gefundenen Raupen ist zu beachten, dass Verwechselungsgefahr mit Eupithecia lentiscata besteht. Ausführliche Erläuterungen in Fritsch et al. (2014). Mironov (2003) nannte außerdem Rhamnus, Crataegus, Cistus - da ich die Primärquellen dazu noch nicht studiert habe, halte ich Fragezeichen für angebracht.

(Autor: Erwin Rennwald)

5. Weitere Informationen

5.1. Synonyme

5.2. Publikationsdatum der Erstbeschreibung

Nach einem Vermerk auf S. 201 wurde diese Lage am 20. August 1938 publiziert.

5.3. Literatur

  • Fritsch, D., Stangelmaier, G., Top-Jensen, M., Bech, K. (2014): Die nachtaktive Großschmetterlingsfauna von Samos (Griechenland, Östliche Ägäis) (Lepidoptera: Cossoidea, Lasiocampoidea, Bombycoidea, Drepanoidea, Geometroidea, Noctuoidea). — Esperiana. Buchreihe zur Entomologie. Band 19: 7-101. Bad Staffelstein.
  • Mironov (2003): Larentiinae II (Perizomini and Eupitheciini). — In: Hausmann, A. (Hrsg.): The Geometrid Moths of Europe 4: 1-463.
  • Erstbeschreibung: Seitz, A. [Hrsg.] (1934-1954): Die Gross-Schmetterlinge der Erde. Eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Gross-Schmetterlinge. Supplement zu Band 4: Textband I-VIII, 1-766; Tafelband I-VIII, pl. I-LIII. Stuttgart (Alfred Kernen).