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Falter
Fraßspuren und Befallsbild
Diagnose
Genitalien ♂
Habitat
LebendfotosGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenTaxonomie und FaunistikLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Fraßspuren und Befallsbild

2. Diagnose

2.1. Genitalien

2.1.1. Männchen

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Vitaceae:] Vitis vinifera (Weinrebe)
  • [Vitaceae:] Parthenocissus vitacea [= Parthenocissus inserta] (Gewöhnliche Jungfernrebe)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Taxonomie und Faunistik

Baldessari et al. (2009) machten darauf aufmerksam, dass in Norditalien (um Trient) neuerdings neben den beiden bekannten blattminierenden Rebschädlingen unter den Schmetterlingen - Holocacista rivillei und Phyllocnistis rivillei - Minen einer weiteren, mit Holocacista verwandten Gattung Antispila aufgetaucht sind, denen noch kein Artname zugeordnet werden konnte. In der Arbeit wurden alle 3 Arten mit Text und Bildern von Minen und Faltern verglichen. Eine weitere Ausbreitung der "neuen" Art erschien wahrscheinlich.

Eine Herkunft der "neuen" Art aus Nordamerika wurde vermutet. Ein DNA-Abgleich mit den 4 bekannten nordamerikanischen, an Weinreben und Verwandten lebenden Antispila-Arten zeigte zwischenzeitlich, dass es in Nordamerika noch mehrere bisher unbeschriebene Arten der Gattung an diesen Pflanzen gab - darunter im Osten zwischen Georgia und Ontario das Tier, das 2006 erstmals in Italien gefunden wurde, und das jetzt als Antispila oinophylla benannt wurde.

In der Originalbeschreibung von van Nieukerken et al. (2012) - die als open access document für jeden verfügbar ist -, gibt es auch eine Karte der bekannten Verbreitung der Art in Italien - danach ist Antispila oinophylla zwischen Trient und Treviso durchgehend verbreitet, kommt aber auch südlich von Vizenza und Padua sowie verbreitet im Norden von Verona vor. An den Orten ihres Vorkommens kann sie stark in Erscheinung treten und damit die Blätter der Reben messbar schädigen. Die Ausbreitung der Art im Nordosten Italiens verlief bisher nur mäßig schnell - angesichts der weiten Verbreitung der Art in Nordamerika darf aber davon ausgegangen werden, dass die Weinbaugegenden Europas nach und nach praktisch alle besiedelt werden könnten.

(Autor: Erwin Rennwald, 25.02.2012)

Ergänzung 28. Januar 2018: Van Nieukerken et al. (2018) merken an: "Provisionally in Antispila, but not belonging there" - hier ist also eine Neukombination zu erwarten.

Ergänzung 15. August 2020: Van Nieukerken & Eiseman (2020) liefern die Neukombination. Demnach sind die nordamerikanischen Arten mit reduzierter Flügeladerung in eine eigene Gattung zu stecken: Aspilanta.

Ergänzung 24. März 2026: Žežlina et al. (2026) berichten über die ersten Funde aus Slowenien: "The first leaves of grapevine (Vitis vinifera L.) exhibiting mines were accidentally discovered on 2 July 2021 in a vineyard in the western part of Slovenia (Ustje, near Ajdovščina). Ten leaves with mines containing live larvae were collected and brought to the Entomological Laboratory of the Institute of Agriculture and Forestry, Nova Gorica." Die geschlüpften Falter bestätigten dort die Artdiagnose. Die von den Autoren gelieferte Vervreitungskarte zeigt bis 2025 eine weite Verbreitung ganz im Westen und Südwesten des Landes. Damit ist zu erwarten, dass sie auch im angrenzenden Nordwesten Kroatiens angekommen sein müsste. Cargnus et al. (2014) meldeten die Art aus Italien erstmals aus der damaligen Provinz Udine (heute in Friaul-Julisch Venetien integriert).

4.3. Literatur