Vorkommen
Länder:+2Kontinente:EU
Männchen
Weibchen
Aberrationen
Eiablage
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Ei
Erstbeschreibung
Bezug der Indikation „Wilk. pap. 63. t. 1. a. 2.“
Beschreibung von John Curtis
Habitat
Lebensweise
Inhalt

1. Männchen

2. Weibchen

3. Aberrationen

4. Eiablage

5. Ausgewachsene Raupe

6. Jüngere Raupenstadien

7. Fraßspuren und Befallsbild

8. Puppe

9. Ei

10. Diagnose

10.1. Falter

Im Gegensatz zur ähnlichen Art Apatura ilia hat A. iris einen zum Flügelsaum deutenden Zacken an der weißen Binde des Hinterflügels. Dieser Zacken ist sowohl auf der Hinterflügel-Oberseite als auch auf der Unterseite erkennbar. Der bei A. ilia deutlich ausgeprägte Augenfleck auf dem Vorderflügel ist bei A. iris auf der Oberseite nur angedeutet. Der Größenunterschied ist für die Unterscheidung der beiden Apatura-Arten unbedeutend.

Limenitis populi ist meist bedeutend größer, hat auf der Unterseite eine ausgedehnte orange Zeichnung und auch auf der Oberseite, zumindest der Hinterflügel, eine schmale orange Binde.

10.2. Raupe

Beitrag von Gabriel Hermann zur Unterscheidung der Raupe von Apatura ilia und A. iris im [Forum]

10.3. Ähnliche Arten

10.4. Erstbeschreibung

10.5. Bezug der Indikation „Wilk. pap. 63. t. 1. a. 2.“

10.6. Beschreibung von John Curtis

11. Biologie

11.1. Habitat

Der Große Schillerfalter ist eine Art von Laub- und Mischwäldern niederer und mittlerer Lagen. Vereinzelt bzw. gebietsweise finden sich aber auch Populationen in gebüschbestandenen Feuchtbiotopen, so in Dänemark. Die Art bevorzugt eher etwas kühlere Lagen. Warme Tieflagen werden zwar nicht generell gemieden, doch ist die Art dort deutlich seltener anzutreffen. Andererseits werden im Gebirge 1200-1500 m auch kaum überschritten.

11.2. Lebensweise

Die Falterflugzeit beginnt je nach Lokalklima Anfang bis Ende Juni und dauert in warmen Lagen bis Ende Juli, wohingegen an kühlen Standorten letzte Falter vereinzelt bis Anfang September angetroffen werden können. Zur Paarung treffen sich die Falter im Gipfelbereich höherer Bäume zum. sog. Treetopping oder auf dem, auch kahlen, Gipfel von Hügeln oder Bergen. Das ♀ legt im Waldmantel seine Eier auf die Blattoberseite verschiedener, hauptsächlich breitblättriger, Weidenarten, wie z. B. der Salweide (Salix caprea), seltener auch an Pappeln (Populus spp.). Auch hier zeigt sich wieder die Bevorzugung kühlerer Lagen, denn zur Eiablage sucht sich das ♀ vorzugsweise ebenfalls kleinstandörtlich etwas kühler und feuchter stehende Büsche aus. Hochwüchsige Weiden im Kronendach werden nicht belegt, daher wird man den Falter in geschlossenen Hochwäldern nicht antreffen. Er benötigt, wie seine Eiablagepflanzen, offene Stellen im Wald, also Lichtungen oder breitere Waldwege.

Die Raupe schlüpft im Hoch- oder Spätsommer und verursacht an den Weidenblättern ein sehr auffallendes, charakteristisches Fraßbild. Sie überwintert i.d.R. nach der 2. Häutung, seltener auch als L2 und meist an einem Zweig ihrer Nahrungspflanze. Die Falter saugen gerne an allerlei übelriechenden Stoffen und können z. B. mit Käse geködert werden.

12. Weitere Informationen

12.1. Etymologie (Namenserklärung)

„griechische Göttin des Regenbogens.“

Spuler 1 (1908: 13R)

12.2. Andere Kombinationen

12.3. Synonyme

12.4. Verbreitung

Apatura iris kommt von Korea über Nordchina und Südsibirien bis Westfrankreich und Südengland vor. In Europa gibt es im Südwesten einige Verbreitungsinseln in Nordspanien und Nordwestportugal und im Südosten in Nordgriechenland. Ansonsten fehlt die Art im Mittelmeerraum, ist aber vom Balkan, beginnend in Mazedonien und Bulgarien, über ganz Ost- und Mitteleuropa bis Estland und Dänemark verbreitet. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Nordgrenze der Verbreitung zudem in den äußersten Süden Schwedens vorgeschoben.

(Autor: Jürgen Hensle)

12.5. Literatur

  • Curtis, J. (1823-1840): British Entomology; Being Illustrations and Descriptions of the Genera of Insects Found in Great Britain and Ireland: Containing Coloured Figures from Nature of the Most Rare and Beautiful Species, and in Many Instances of the Plants upon which they are Found. Vol V. Lepidoptera, Part I. — [Not paginated]. London (E. Ellis & Co.).
  • Ebert, G & E. Rennwald (1991): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs, Bd. 1: Tagfalter 1, 1-552. Bd. 2: Tagfalter 2, 1-535 - Ulmer, Stuttgart.
  • Lectotypus-Festlegung: Hemming, F. [ed.] (1954): Opinion 264. Designation, under the Plenary Powers, of a figure to represent the lectotype of the nomimal species Papilio iris Linnaeus, 1758 (Class Insecta, Order Lepidoptera). — Opinions and Declarations Rendered by The International Commission on Zoological Nomenclature 5 (25): 343-354.
  • Henriksen, H. J. & I Kreutzer (1982): The Butterflies of Scandinavia in nature. - 1-215, Skandinavisk Bogforlag, Odense.
  • Hermann, G. (2007): Tagfalter suchen im Winter, Zipfelfalter, Schillerfalter und Eisvögel. Searching for Butterflies in Winter, Hairstreaks, Purple Emperors, Poplar Admiral & White Admirals. - 1-224, Books on Demand GmbH, Norderstedt.
  • Erstbeschreibung: Linnaeus, C. (1758): Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus I. Editio decima, reformata. 1-824. Holmiae (Laurentius Salvius).
  • Lukhtanov, V & A. Lukhtanov (1994): Herbipoliana Bd. 3: Die Tagfalter Nordwestasiens. 1-440.- Verlag Dr. Ulf Eitschberger, Marktleuthen.
  • Schaider, P & P. Jakšic (1988): Die Tagfalter von jugoslawisch Mazedonien, 1-177. - Selbstverlag P. Schaider, München.
  • Schweizerischer Bund Für Naturschutz [Hrsg.] (1987): Tagfalter und ihre Lebensräume. Arten – Gefährdung – Schutz. — XI + 516 S. (hier 164-166), Egg/ZH (Fotorotar AG).
  • Tolman, T. & R. Lewington (1998): Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. 1-319. Kosmos, Stuttgart.
  • Weidemann, H.-J. (1988): Bd 1: Tagfalter, Entwicklung-Lebensweise, 1-288. Bd. 2: Tagfalter, Biologie – Ökologie - Biotopschutz, 1-372. Neumann – Neudamm, Melsungen.
  • Bezug einer Indikation in der Erstbeschreibung: Wilkes, B. [1749]: The English Moths and Butterflies : Together with The Plants, Flowers, and Fruits whereon they Feed, and are usualle Found. All Drawn and Coloured in such a Manner, as to represent their several beautiful Appearances, Being copied exactly from the Subjects themselves, and Painted on the best Atlas Paper. Together with an Attempt towards a Natural History of the said Moths and Butterflies: 24 unpaginated pages, 1-63, 120 pl. London (Benjamin Wilkes).

12.6. Informationen auf anderen Websites (externe Links)