Vorkommen
Länder:+3Kontinente:EU
Falter
Raupe
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Falter

Der bis 16. März 2012 hier gezeigte Falter aus Weimar (Thüringen) war fehlbestimmt und wurde zu Aethes williana verschoben.

2. Raupe

3. Diagnose

3.1. Weibchen

3.2. Ähnliche Art

Nach Hannemann (1964) ist Aethes margarotana mit einer Vorderflügellänge von 6,5-9 mm meist größer als A. williana. Beide Arten variieren in der Färbung und Größe. Es treten Falter mit grünlichen, gelblichen oder verschieden dunklen Vorderflügeln auf. Auch die Hinterflügel können bei beiden Arten braungrau oder weißlich sein. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal bieten nur die dunkel gescheckten Vorderflügelfransen bei A. margarotana. Bei A. williana dagegen sind diese Fransen weißlich oder grau.

3.3. Erstbeschreibung

4. Biologie

4.1. Nahrung der Raupe

  • [Apiaceae:] Eryngium maritimum (Strand-Mannstreu)

Die einzige in der Literatur angeführte Raupennahrungspflanze ist Eryngium maritimum, der Strand-Mannstreu. Die Angaben betreffen die früheren Funde in Sanddünen im Süden Englands und gehen auf die detaillierte Beschreibung durch Elisha (1891) zurück, der die Raupe in den Wurzeln dieser Pflanzen noch dutzendweise sammeln konnte (und trotzdem bereits Rückgänge beklagte). Die Funde abseits der Küsten könnten in Mitteleuropa Eryngium campestre als Grundlage haben - doch Meldungen zu jener Pflanze gibt es nur für die nahe verwandte und relativ häufige Aethes williana - wenn denn die Bestimmung richtig war.

5. Weitere Informationen

5.1. Andere Kombinationen

5.2. Synonyme

5.3. Taxonomie

Aethes capnospila (Meyrick , 1912) wird hier, dem Online World Catalogue of the Tortricidae von Gilligan et al. (2014) folgend, nicht als Synonym von A. margarotana behandelt, sondern als eigenständige Art geführt.

5.4. Faunistik

Nach SwissLepTeam (2010) ist die Art auch Faunenbestandteil der Schweiz (Wallis (ohne Simplon-Südseite)).

Gaedike et al. (2017) können für Deutschland nur Meldungen von vor 2000 aus Bayern und Hessen und von vor 1980 aus dem Saarland und Baden-Württemberg anführen. Schmetterlinge-d.de führt für Bayern nur das Rasterfeld 5924 Gemünden a.Main für das Jahr 2000 an (Pröse) und drei Rasterfelder (6816 Graben-Neudorf, 6616 Speyer und 5912 Kaub) entlang des Rheins von 1942 bis 1991, dazu aber noch 2 aktuelle Rasterfelder aus Rheinland-Pfalz am Rand des Pfälzerwalds (6514 Bad Dürkheim-West und 6614 Neustadt an der Weinstraße), wo Ernst Blum die Art von 2006 bis 2013 meldete. Warum diese Beobachtungen bei Gaedike et al. (2017) fehlen, ist noch zu klären.

(Autor: Erwin Rennwald)

5.5. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Woodward (1922: 379) [Digitalisat auf biodiversitylibrary.org] teilt die Publikationsjahre des Bandes mit. Demnach sind die Seiten 1-64 und die Tafeln 239-240 1834 erschienen, die Seiten 65-320 und die Tafeln 241-256 1835, und die Seiten 321-[627] sowie die Tafeln 257-266 1836.

(Autor: Jürgen Rodeland)

5.6. Literatur

  • Elisha, G. (1891): Early stages of Argyrolepia maritimanaGuen. — The Entomologist, 24 (343): 277-278. [Digitalisat auf biodiversitylibrary.org]
  • Erstbeschreibung: Godart, J.-B. & P.-A.-J. Duponchel (1834-[1836]): Histoire naturelle des lépidoptères ou papillons de France. Tome neuvième: 1-626, [627], pl. CCXXXVII-CCLXVI. Paris (Méquignon-Marvis).
  • Hannemann, H.-J. (1964): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile nach ihren Merkmalen und nach ihrer Lebensweise. Begründet von F. Dahl. Teil 50, Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera II: Die Wickler (s. l.) (Cochylidae und Carposinidae); Die Zünslerartigen (Pyraloidea).
  • SwissLepTeam (2010). Die Schmetterlinge (Lepidoptera) der Schweiz: Eine kommentierte, systematisch-faunistische Liste. — Fauna Helvetica 25. Neuchâtel (CSCF & SEG).
  • Woodward, B. B. (1922): Catalogue of the Books, Manuscripts, Maps and Drawings in the British Museum (Natural History). Vol. VI. Supplement: A–I: i-iv, 1-511, 1-48. London.

5.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)