Diese Artenliste beruhte zunächst auf einem Abgleich der Checklist von Karsholt & Razowski (1996) mit der [Fauna Europaea, last update 29 August 2013, version 2.6.2]. Danach wurden viele neu beschriebene Arten, neu auf Artbasis akzeptierte Taxa oder Neumeldungen für Europa eingearbeitet. Schließlich erfolgte ein Abgleich mit den bis dahin erschienenen Bänden (1-5) der "Geometrid Moths of Europe". Zwischenzeitlich neu beschriebene oder neu für Europa nachgewiesene Arten wurden weiterhin eingearbeitet. Schließlich erfolgte ein Abgleich mit Band 6 dieser Reihe (Müller et al. (2019)).

Die europäischen Arten der Familie Geometridae sind nach der "Revised, annoted systematic checklist of the Geometridae of Europe and adjacent areas, Vols 1-6" von Hausmann & Viidalepp in Müller et al. (2019: 795-871) sortiert.

Die Schreibweise aller Arten und die Publikationsjahre wurden anhand der Erstbeschreibungen überprüft und ggf. angepasst.

1. Diagnose

Unter den Macrolepidoptera (Großschmetterlingen) sind die Geometridae (Spanner) in Mitteleuropa die zweit-artenreichste Familie. Namensgebend ist die typische Fortbewegungsart ihrer Raupen, die keine oder reduzierte Bauchbeine haben. Deshalb ziehen sie ihr Schwanzende bis nahe an den Kopf heran, indem sie ihren Leib wie einen Katzenbuckel nach oben wölben, klammern sich mit den Nachschiebern auf der Unterlage fest und "spannen" anschließend ihr Kopfende nach vorn. Der wissenschaftliche Name "Geometridae" bezieht sich auf diese Gangart (lat. geometres, der Landvermesser), ebenso der englische Trivialname "inch moths" ("Zollmotten").

Die Falter dieser Familie sind klein bis mittelgroß (Spannweite 18 bis maximal ca. 50 mm) und in der Mehrheit der Arten nachtaktiv. In Ruhestellung breiten viele Geometriden ihre Flügel flach aus und erinnern deshalb an Tagfalter, sind von diesen aber leicht durch die stets nicht keulenförmigen, sondern gekämmten, gefiederten oder fadenförmigen Fühler unterscheidbar. Etliche Geometridenarten sind im Winterhalbjahr als Falter aktiv, wobei die Weibchen der meisten dieser Winterarten keine oder reduzierte Flügel haben: aptere oder brachyptere Geometridenweibchen

2. Literatur