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Falter
Raupe
Männchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Erstbeschreibung

3. Weitere Informationen

3.1. Etymologie (Namenserklärung)

„albidus weißlich.“

Spuler 2 (1910: 175R)

3.2. Andere Kombinationen

3.3. Synonyme

3.4. Faunistik

Sobczyk & Werno (2011) berichten über den überraschenden Erstnachweis von Ptilocephala albida in Deutschland. Er erfolgte allerdings nicht aktuell, sondern am 22. Mai 1976 am für seine wärmeliebenden Arten überregional bekannten Hammelsberg bei Perl im Saarland - das Tier konnte aber erst jetzt bestimmt werden. Das Belegtier – erwartungsgemäß ein Männchen – wurde von Prof. Dr. Mosbacher gesammelt, der hinsichtlich der Falteretikettierung als sehr zuverlässig gilt. Gestützt wird der Nachweis durch einen weiteren 80 km westlich davon in Frankreich. Die Art könnte im Moment als in Deutschland „ausgestorben oder verschollen“ gelten, wobei die Autoren darauf hinweisen, dass sie ohne gezielte Raupensuche nur schwierig nachzuweisen ist: Die Falter fliegen – jeweils nur für wenige Tage im Mai in den Morgenstunden bei Sonnenschein. Da aber bisher nur ein Einzelexemplar gefunden wurde, erscheint eine (ehemalige) Bodenständigkeit im Saarland aber doch ungewiss. Wir führen die Art im Lepiforum daher lieber mit Einzelnachweis-Fähnchen für Deutschland.

Die Art galt als in Südwesteuropa (von Marokko über Portugal, Spanien, Frankreich und Italien bis hin zur Südwest-Schweiz) als weit verbreitet. Die Tiere aus Spanien und Portugal wurden dann aber von Arnscheid & Weidlich (2021) der neu als Art akzeptierten P. lorquiniella zugeordnet. Arnscheid & Weidlich (2017: 224) stellten auch die Literaturzitate für das östliche Europas (Griechenland, Bulgarien, Nordmazedonien, Ukraine) zusammen - die dann von Arnscheid & Weidlich (2021) aber alle zur neu beschriebenen Ptilocephala rutjani gerechnet werden. Für P. albida verbleibt damit nur noch ein wesenlich kleineres Verbreitungsareal: "P. albida is distributed from South France northwards to the Saarland, the south-westernmost part of Germany (Sobczyk & Werno, 2011). In Switzerland it has a very restricted population near Geneva (Hättenschwiler, 1997). In Italy it is found very locally in the Ligurian Alps and in the region Emilia-Romagna on the northern Apennine Peninsula (Bertaccini, 2009)." Die Angabe aus Marokko wird nicht mehr erwähnt - sie ist mittlerweile wohl ebenfalls einer anderen Art zuzuordnen.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.5. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir übernehmen hier die von Heppner (1981) detailliert recherchierten Publikationsjahre.

3.6. Literatur