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  • Macro(s) oder Makro(s) (Jargon): Großschmetterling(e), Kurzversion von „Macrolepidoptera“
  • Mandibeln: Insekten-Mundwerkzeuge zum Beißen. Während jede Raupe Mandibeln hat, sind diese bei Imagines von Schmetterlingen nur in der urtümlichen Familie Micropterigidae ausgebildet.
  • manipuliertes Freilandfoto (Lepiforums-Jargon): Freilandfoto (s. dort), das unter veränderten Aufnahmebedingungen aufgenommen wurde, z. B. Freilegung einer eingesponnenen Raupe. Siehe [Forumsbeitrag von Jürgen Rodeland.]
  • Marginallinie(n): (lat. margo = Rand) Linie oder Doppellinie am Rand der Flügelfläche. Mit „Rand“ ist ausschließlich diejenige Kante der Flügel gemeint, an der die Fransen ansetzen.
  • Marginalregion: Ein Teil der Flügelfläche, siehe: Flügelregionen und Flügeladern der Tagfalter
  • Maxillarpalpen: Teil der paarigen Mundwerkzeuge eines Schmetterlings.
  • Mekonium: Stoffwechselprodukte der Puppe, die der frisch geschlüpfte Falter aus dem Darm ausscheidet („Puppenharn“).
  • Melanismus: Fehler in der Melaninsynthese, der zu einer erhöhten Produktion an Pigmenten und damit zu einer verschwärzten Färbung des Falters führt.
  • Metamorphose: Gestaltsänderung während der Individualentwicklung (Ontogenese); bei Schmetterlingen vom Ei über die Raupe und die Puppe bis zum Falter.
  • Micro(s) oder Mikro(s) (Jargon): Kleinschmetterling(e), Kurzversion von „Microlepidoptera“
  • Mikropyle: (altgriech. πυλη: Pforte) Öffnung, die das Eindringen der Samenzelle in das Innere des Eies ermöglicht.
  • Mimese: Nachahmung von Gegenständen der üblichen Umgebung, zum Beispiel Ast- oder Vogelkotmimese bei Raupen und Astmimese beim Falter von Phalera bucephala.
  • Mimikry: Nachahmung eines wehrhaften oder ungenießbaren Tieres durch ein harmloses und essbares.
  • Mine: Zwischen Blattober- und Unterseite, z.T. auch in der Rinde oder unter der Oberhaut von Früchten verlaufender Fraßgang von endophagen Raupen (meist Microlepidoptera). Fraßbild oft gattungs- oder sogar arttypisch. Beispiel einer Gangmine und Platzmine: [Bild]
  • Minen eintragen: Gemeint ist hier das Suchen und Mitnehmen von (nicht explosiven) Blattminen, in denen Larven oder Puppen von Kleinschmetterlingen (oder anderen Insekten) leben. Ziel ist es, diese Tiere zu Hause, im Kasten, schlüpfen zu lassen und so zu erfahren, welche Art die Mine verursacht hat. Besonders kurz vor dem herbstlichen Laubfall ein beliebter Sport von Microlepidopterologen (und solchen, die es werden wollen).
  • Minutien: (eigentlich „Minuzien“; die Schreibweise mit t ist unter Entomologen verbreitet) Sehr dünne Metallstifte (ohne Kopf) zum Nadeln von kleinsten Insekten.
  • mittelmontan: eine der Höhenstufen eines Gebirges. Sie beginnt im südlichen Mitteleuropa bei ca. 1000 m und bezeichnet dort die Zone der Buchen-Tannen- und Buchen-Tannen-Fichten-Mischwälder. Sie wird oft auch nur als montane Stufe bezeichnet. Sie wird ab ca. 1400 m von der hochmontanen Stufe abgelöst.
  • MNHN: Muséum national d'histoire naturelle, das Nationalmuseum für Naturgeschichte in Paris.
  • monophag: an einer oder wenigen Pflanzenarten (-gattung) fressend. Siehe dazu auch [diese Diskussion im Forum].
  • Monophylum: Taxon (Gruppe von Lebewesen), das entwicklungsgeschichtlich auf nur einen gemeinsamen Ursprung zurückführbar ist.
  • Mordraupen (Jargon): Raupen, die sich nicht (nur) pflanzlicher Kost widmen, sondern auch Artgenossen und andere, meist weichhäutige Insekten, auch Schmetterlingsraupen, nicht verschmähen. Gern werden z.B. die häufigen Frostspannerraupen verzehrt. Beispiele: Cosmia trapezina, Eupsilia transversa.
  • Mosaikgynander: Tier, das mosaikartig männliche und weibliche Merkmale trägt (Details).
  • Mosaikzwitter: unsinniger Begriff (Vermischung der Bedeutungen von „Zwitter“ und „Gynander“, s. dort).
  • moths: (engl.) Korrekte deutsche Übersetzung: Nachtfalter und Kleinschmetterlinge (und nicht etwa die im Deutschen ähnlich klingenden „Motten“!)
  • Motten: Im engeren Sinne: Die Schmetterlingsfamilie Tineidae. Im weiteren Sinne: einige weitere Kleinschmetterlingsfamilien, zum Beispiel Sackträgermotten und Faulholzmotten (weitere Beispiele hier). Die umgangssprachlich weit verbreitete Bezeichnung aller Nicht-Tagfalter als „Motten“ ist falsch und geht sicher zum Teil auf falsche Übersetzung der englischen “moths” zurück.
  • msm: Abkürzung von « mètres sur mer » = Meter über dem Meeresspiegel = Höhenangabe, früher im Lepiforum verwendet.
  • Mud-Puddling: Saugverhalten von Imagines am Boden, an Fäkalien, Aas oder Schweiß (in anderen Gegenden der Welt auch Tränenflüssigkeit oder Blut), zur Aufnahme verschiedener Nährstoffe. Das Verhalten wird vorwiegend von Männchen gezeigt. [Beispiel-Beitrag mit weiteren Links und vielen Fotos]