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  • Galea: (Plural: Galeae) Außenlade der Maxillen (untere Mundwerkzeuge), aus denen bei den Schmetterlingen der Saugrüssel entstanden ist.
  • Gattung: Hierarchische Stufe der biologischen Systematik, die im Gegensatz zur Art eine künstliche Kategorie darstellt. Zu einer Gattung gehören eine oder mehrere Arten.
  • gemäßigte Breiten: Zwischen den Subtropen und der borealen Nadelwaldzone gelegener Klimabereich, unterteilt in die warmgemäßigte Zone (in Europa im wesentlichen die Mittelmeerregion) und die nördlich anschließende kühlgemäßigte Zone, gekennzeichnet durch die sommergrünen Laubwälder tieferer Lagen.
  • gen. aest.: [lat.] generatio aestatis = Sommergeneration. [lat. aestas, aestatis f. = Sommer]
  • gen. aut.: [lat.] generatio autumni = Herbstgeneration. [lat. autumnus = Herbst]
  • gender agreement, auch agreement in gender: Artikel 31.2. des International Code of Zoological Nomenclature, nach dem in der binären Nomenklatur der Gattungsname und das Art-Epitheton im grammatikalischen Geschlecht übereinstimmen müssen, wenn das Art-Epitheton ein Adjektiv oder ein Partizip ist. Die Endung des Art-Epithetons ist gegebenenfalls entsprechend anzupassen. Artikel 31.2. ist in der aktuellen Fassung des Code (vierte Auflage, gültig ab 1. Januar 2000) noch gültig, wenn auch viele Zoologen sich nicht mehr an diese komplizierte Bestimmung halten, so zum Beispiel die [Fauna Europaea], der wir in der Bestimmungshilfe des Lepiforums in dieser Hinsicht folgen. Anmerkung am 12. Mai 2013: Der konsequente Verzicht auf das agreement in gender ist in der Bestimmungshilfe des Lepiforums noch nicht bei allen Arten umgesetzt. – 26. Februar 2019: Der Verzicht auf das gender agreement ist komplett umgesetzt. Sollte dies bei einzelnen Arten doch nicht der Fall sein, bittet die Redaktion um Korrekturhinweise!
  • gen. det.: genitaldeterminiert.
  • gen. part.: [lat.] generatio particulae = „Teilgeneration“, sinngemäss: Unvollständige Generation. [lat. particula, particulae = Teilchen]
  • gen. pluv.: [lat.] generatio pluvialis = Regenzeitgeneration der Tropen. [lat. pluvialis = Regen-; pluvius, pluvii = Regen]
  • gen. sicc.: [lat.] generatio siccitatis = Trockenzeitgeneration der Tropen. [lat. siccitas, siccitatis = Trockenheit, Dürre]
  • gen. vern.: [lat.] generatio verni = Frühlingsgeneration. [lat. vernus = Frühlings-; ver, veris n. = Frühling]
  • genitalisieren (Jargon): eine Genitaluntersuchung (zwecks Artbestimmung) durchführen.
  • Genitaluntersuchung: Betrachtung der Geschlechtsorgane eines Falters zur Artbestimmung, meist nach deren Präparation. [Genitalabbildungen im Internet]
  • Geschlechtsdimorphismus: Deutliche Unterschiede in der Erscheinungsform von Männchen und Weibchen.
  • Glatze (Jargon): Verlust der Rückenbehaarung insbesondere bei Nachtfaltern, so dass die rotbraun glänzende Brustchitinisierung zum Vorschein kommt. Unerwünscht bei Sammlern und Fotografen.
  • Glazialrelikt: Während der Eiszeit in den Tundren Mitteleuropas weitverbreitete Art, die sich nach beginnender Wiederbewaldung in die Hochgebirge zurückzog. Echte Glazialrelikte unter den Schmetterlingen (wie z. B. Pontia callidice) treten in Mitteleuropa fast nur in den Alpen auf. Angebliche Glazialrelikte mittlerer Lagen (wie z. B. Plebejus optilete oder Boloria eunomia) sind erst mit Beginn der nacheiszeitlichen Wiederbewaldung eingewandert.
  • Grüne Insel: ensteht an Blättern durch die partielle Verhinderung der Seneszens (Alterung) des Blattes durch die Abgabe von Cytokininen (spezielle Pflanzenhormone) aus dem Speichel minierender Raupen; siehe [Bild].
  • GU: Abkürzung für Genitaluntersuchung, s. dort.
  • gute Art: deutsche Übersetzung von „bona species“, s. dort.
  • gute Art, bessere Art (Jargon): seltene bzw. seltenere Art, z. B. ist Polyommatus thersites „besser“ als P. icarus.
  • Gynander: (altgriech. gyne = Frau, anthropos = Mann) Tier, das männliche und weibliche Merkmale trägt (Details).
  • Gynandromorph: = Gynander