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  • Barcoding: Molekularbiologische Untersuchung der DNA-Sequenz eines Markergens. Werden zwei Proben verschiedener Individuen untersucht, kann als Prozentsatz angegeben werden, wie stark sich die beiden Proben genetisch unterscheiden. Dies stellt einen guten Anhaltspunkt für Artgleichheit oder -verschiedenheit dar. Hintergrundinformationen zum Barcoding: [Forumsbeitrag von Peter Buchner]
  • basal: am Anfang, am Grunde, an der Wurzel liegend
  • Basalregion: Ein Teil der Flügelfläche, siehe: Flügelregionen und Flügeladern der Tagfalter
  • Baumgrenze: Die Grenze, bis zu der im Gebirge einzelne hochstämmige Bäume wachsen. Unter natürlichen, nicht vom Menschen beeinflussten Bedingungen ist die Baumgrenze meist mit der Waldgrenze identisch, da dort, wo ein einzelner hochstämmiger Baum überleben kann, ein geschlossener Waldbestand noch weniger Probleme hat.
  • Beilfleck: beilförmiger, arttypischer Fleck der Widderchenart Zygaena loti
  • beschädigt (Jargon): Falter, der stark abgeflogen oder abgeschuppt oder verletzt ist. Für Fotografen und Sammler meist uninteressant.
  • BH (Lepiforums-Jargon): „Bestimmungshilfe“ = diese Internetplattform zur Bestimmung der in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten.
  • (Lepiforums-Jargon): Vorschlag an die Lepiforums-Administratoren, ein oder mehrere Fotos aus einem Forumsbeitrag oder dem ganzen Diskussionsfaden in die BH aufzunehmen. Das BH-Zeichen ist in den Foren mit „(bh)“ (ohne Anführungszeichen eintippen!) erzeugbar.
  • bilateraler Gynandromorph: (= Halbseitengynander) Tier, das halbseitenweise männliche und weibliche Merkmale trägt.
  • Binäre Nomenklatur: siehe [Wissenschaftlicher Artname].
  • Biotop: Lebensraum einer Lebensgemeinschaft aus verschiedenen Arten (Biozönose), der gegenüber seiner Umgebung durch bestimmte Eigenheiten abgrenzbar ist (z.B. Wald, Moor).
  • bivoltin: zweibrütig, zwei Generationen im Jahr bildend.
  • bizentrisches Verbreitungsgebiet: auf zwei räumlich getrennte Gebiete aufgeteiltes Verbreitungsgebiet einer Spezies oder Subspezies.
  • Blattkutikula: äußere, nicht zelluläre, die Epidermis überziehende und von dieser ausgehende Schicht eines Blattes.
  • Bleiweiß: Farbstoff, mit dem im 18. und 19. Jahrhundert häufig Schmetterlingsabbildungen koloriert wurden. Im Laufe von mehreren Jahrzehnten dunkelt dieser weiße/silberweiße Farbstoff durch eine chemische Reaktion mit Schwefelwasserstoff nach und wird grauschwarz, so dass der dargestellte Falter unnatürlich wirkt [Forumsbeitrag von Axel Steiner].
  • Blütenfang (Jargon): abendlicher oder nächtlicher Fang an nachtblühenden Blüten.
  • bodenständig: einheimisch, ohne ständige Zuwanderung überlebensfähig.
  • bona species: lat. für „gute Art“. Art, über deren Artstatus kein Zweifel besteht (im Gegensatz zu Arten, bei denen die Möglichkeit besteht, dass sie sich bei tiefergehender Forschung als Unterarten oder Formen erweisen).
  • boreal: der Zone der Nadelwälder (Taiga) auf der Nordhalbkugel zugehörig. Sie entspricht der hochmontanen Stufe in Alpen und höheren Mittelgebirgen. In Europa ist der Hauptwaldbildner dort die Fichte, im Norden auch die Waldkiefer und im atlantisch beeinflussten Westen Birkenarten. Eine an Schmetterlingen nicht allzu artenreiche Region.
  • boreoalpine Art: Sowohl in der borealen Nadelwaldzone als auch in den Alpen (und z. T. weiteren Gebirgen) verbreitete Art, wie z. B. Boloria Napaea.
  • brachypter: mit verkürzten Flügeln.
  • Bursa copulatrix: Begattungstasche, Teil der weiblichen Genitalarmaturen. Die Bursa copulatrix umfasst den Ductus bursae und das Corpus bursae. Der Ductus bursae ist eine häutige Röhre, die die äußere Geschlechtsöffnung (Ostium bursae) mit dem Corpus bursae verbindet. Das Corpus bursae dient der vorläufigen Speicherung der bei der Kopulation übertragenen Spermien.
  • butterfly: (engl.) Korrekte deutsche Übersetzung: Tagfalter.