Vorkommen
Länder:Kontinente:EU
Falter
Männchen
Inhalt

1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Genitalien

Häufigster Zweck: Unterscheidung der Arten innerhalb der Cydia succedana-Gruppe (in Mitteleuropa Cydia succedana, C. cytisanthana, C. ilipulana, C. vallesiaca, C. centralasiae, C. medicaginis, C. albipicta, C. adenocarpi und C. microgrammana).

Die Arten der Cydia succedana - Gruppe zeichen sich durch einen Auswuchs auf dem Aedeagus aus, der in dieser Form bei anderen Tortriciden nicht vorkommt. Diagnostisch wichtig ist neben der Valvenform die Struktur dieses Auswuchses.

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Genista radiata [= Cytisus radiatus, Cytisanthus radiatus] (Kugel-Ginster, Strahlen-Ginster)

Burmann & Pröse (1988: 193) war aufgefallen, dass die Falter ihrer neuen Art stets in Beständen von Strahlenginster (Genista radiata) flogen. Der Erstautor gibt zur Kenntnis: "Die Futterpflanze der Raupe von cythisanthana n. sp. dürfte im Monte Baldo-Gebiet wohl ausschließlich G. radiata sein. Ich zog 2 ♂♂ Mitte 6.1969. Die noch unbeschriebene Raupe fand ich Ende 8.1968 in den Schoten von Strahlenginster."

Schmid (2019: 678) kann diese Angaben bestätigen und mit Bildern absichern: "Die Raupe lebt in den Schoten von Kugelginster (Cytisus radiata), wo sie die Erbsen frisst (1-3). Im Herbst verlässt sie die Schote und spinnt in der Bodenstreu einen ziemlich dichten Kokon, in dem sie überwintert (5)."

4. Weitere Informationen

4.1. Abweichende Schreibweisen

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Faunistik

Locus typicus nach Burmann & Pröse (1988: 192): Italien, Provinz Trento, Monte Baldo, Bocca di Navene, 1400-1800 m. Schmid (2019: 678) umreißt das sehr begrenzte Verbreitungsgebiet: "Nur in der Gardaseeregion, in Südtirol (Italien) und einer Stelle in Graubünden (Schweiz), sehr lokal."

(Autor: Erwin Rennwald)

4.5. Literatur

  • Erstbeschreibung: Burmann, K. & H. Pröse (1988): Eine neue Cydia aus den Südalpen: Cydia cytisanthana n. sp. (Lepidoptera: Tortricidae). — Studi Trentini di scienze naturali 64: 191-199.
  • Huemer, P. & S. Erlebach (2003): Typenkatalog der Schmetterlinge (Lepidoptera) der Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. — Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 83: 95-152 [PDF auf zobodat.at].
  • Schmid, J. (2019): Kleinschmetterlinge der Alpen : Verbreitung : Lebensraum : Biologie. - 800 S.; Bern (Haupt-Verlag).